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Privathaushalte – "Kleinunternehmen" mit (zu) vielen Aufgaben?

Tagung an der Fachhochschule Frankfurt am Main

Leben im Privaten – das ist nicht allein individueller Rückzug für Entspannung und Wohlsein, Schutz vor den Belastungen des Arbeitslebens, Freiraum für das Eigene. Vielmehr werden hier Reproduktionsleistungen in großem Umfang erbracht. Dies umfasst nicht nur die bekannten und bis heute aufwändigen klassischen Haushalts- und Sorgetätigkeiten, die vor allem Frauen erbringen, sondern sehr viel mehr. Menschen organisieren Konsum und Dienstleistungen, prüfen, wägen ab und verhandeln, betreiben Vorsorge und Lebensplanung, managen ihr Leben zwischen einer Vielzahl von Institutionen und ihren Anforderungen und Zeitzwängen, sammeln das dafür notwendige Wissen, erledigen Bürokratisches, beschäftigen Menschen …

So offenbart sich das Private als Raum voller Aufgaben und unterschiedlichster Tätigkeiten. Und es deutet einiges darauf hin, dass mit den gegenwärtigen sozialstaatlichen und arbeitsweltlichen Deregulierungen zunehmend mehr Aufgaben an die Privatsphäre verwiesen werden. Dies betrifft nicht nur Familien, sondern alle Menschen in jeder Lebensform. All das geschieht zudem schleichend, unsichtbar und hat Folgen für das Geschlechter-Arrangement und die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern.
Die Veranstaltung will diese Entwicklungen kritisch in den Blick nehmen und sozialpolitische und sozialpädagogische Perspektiven diskutieren.

Datum
Mittwoch, 21. März 2007, 9.00 bis 16.30 Uhr

Ort
Fachhochschule Frankfurt am Main
Gebäude 4, Raum 111-112 (Eingang über Kleiststraße)
Nibelungenplatz 1, 60318 FrankfurtTeilnahmegebühr und Fahrtkosten

Für diese Veranstaltung wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 5 EUR erhoben.

Veranstalter
Hessische Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Cornelia Goethe-Centrum der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main (CGC) und dem Gemeinsamen Frauenforschungszentrum der Hessischen Fachhochschulen (gFFZ)ZielgruppeNeben einem Fachpublikum sind alle InteressentInnen herzlich eingeladen.AkkreditierungDiese Veranstaltung ist als Lehrerfortbildung beim Institut für Qualitätssicherung mit 10 Leistungspunkten akkreditiert.

Anfahrtbeschreibung
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Ab Frankfurt Hbf Straßenbahnlinie 12, Haltestelle Friedberger Landstr. / Rohrbachstr. oder S-Bahn bis Konstablerwache, umsteigen in Bus 30, Richtung Bad Vilbel, Haltestelle Nibelungenplatz / FH

Anmeldung
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Referat IV
Postfach 32 20
65022 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 32 – 4041 / 40
Fax: 0611 / 32 – 4077
Mail: s.zander@hlz.hessen.de

Anmeldeschluss ist der 11. März 2007

 

Programm

9.00 Uhr Anmeldung und Kaffee
9.30 Uhr Begrüßung und Eröffnung
9.45 Uhr Familien und private Haushalte zwischen
Flexibilität und Verlässlichkeit
Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen
11.00 Uhr Elementare Formen des sozialen
Lebens: Dienen, Schützen, Pflegen, Kochen
Prof. Dr. Tilmann Allert, Universität Frankfurt/Main
12.00 Uhr Welche Bildungsleistungen erbringen
Familien? Ergebnisse eines Forschungsprojektes
Prof. Dr. Peter Büchner, Universität Marburg
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Alltagsbeschleunigung und Zeitflexibilisierung:
Neue Anforderungen in der privaten Arbeit
Dr. Helga Zeiher, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik
15.00 Uhr Kaffeepause
15.15 Uhr Essen und Trinken – Wandlungen der kulturellen Organisation einer
menschlichen Lebensgrundlage
Prof. Dr. Lotte Rose, Fachhochschule Frankfurt/Main
16.15 Uhr Zusammenfassung und Blitzlicht
16.30 Uhr Ende der Tagung
 

 

 

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