Veranstaltungen

Brauchen wir einen neuen Feminismus?

Internationale Konferenz zur Standortbestimmung feministischer Theorie und Praxis

am 14./15. Februar 2008 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Anmeldeschluss ist der 1. Februar 2008 (per E-mail oder Fax)

Tagungsgebühr: 20 Euro (inkl. Empfang am Donnerstag) vor Ort zu zahlen

Anders als in der Vergangenheit ist die Forderung nach einem "neuen" Feminismus gegenwärtig nicht von einer sich neu formierenden Bewegung von Frauen in die Öffentlichkeit getragen worden; vielmehr sind die Hauptakteure einzelne, durchaus prominente AutorInnen und JournalistInnen. Diese MeinungsmacherInnen spielen auch im Falle des neuen Antifeminismus eine Rolle und werden dabei von einem common sense getragen, der sich mit Veränderungen im Geschlechterarrangement nicht abfinden mag. Die geplante Konferenz will die aktuellen Diskurse um Pro und Contra Feminismus zum Ausgangspunkt einer zeitkritischen Analyse machen. Was – so ist zu fragen – bewegt eine Gesellschaft, die die Geschlechterverhältnisse (wieder) sehr kontrovers diskutiert? Und was bedeutet dies für Feminismus als Kritische Theorie und als politische Praxis?

Veranstalterin:
Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse in Kooperation mit
den „Feministischen Studien“ und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Tagungsort:
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Campus Westend, Casino, Raum 1.801 Grüneburgweg 1, 60629 Frankfurt/M.

Kontakt:
Cornelia Goethe Centrum
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Robert-Mayer-Straße 5
60054 Frankfurt/M.
Tel:069/798-2 36 25
Fax:069/798-2 23 83
CGCentrum@soz.uni-frankfurt.de
http://www.cgc.uni-frankfurt.de

Ein ausführliches Tagungsprogramm finden Sie weiter unten auf dieser Seite oder hier als PDF zum Download.

 

Programm

DONNERSTAG, 14. FEBRUAR 2008

AB 14.00 Uhr :
Ankunft/ Anmeldung/ Get together

14.30 Uhr:
Begrüßung


Prof. Dr. Ursula Apitzsch (Frankfurt a. M.), Cornelia Goethe Centrum
Mechtild M. Jansen (Wiesbaden), Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Dr. Mechthild Veil (Frankfurt a. M.), Geschäftsführerin „Feministische Studien“
Dr. Mechthild Rumpf (Hannover), Förderverein „Feministische Studien“

15.00 - 18.00 Uhr:
Einführung

Prof. Dr. Ute Gerhard, (Frankfurt a. M./ Bremen)

1. Panel:
Feminismen im internationalen Vergleich

Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Ländern werden gebeten, die aktuellen Entwicklungen von Feminismus und Frauenbewegung in ihrem Land zu beleuchten. Dabei geht es nicht nur um die Analyse des „Ist-Zustandes“, sondern auch um einen Blick zurück, also auf feministische Traditionen und Traditionsbrüche, die wirkungsmächtig geworden sind. Der internationale Vergleich soll eine Standortbestimmung zu Feminismus heute ermöglichen.

Vorträge:
Prof. Dr. Gudrun-Axeli Knapp (Hannover)
Dr. Tristana Dini (Trento)
Prof. Dr. Jacqueline Heinen (Paris)

18.00 - 20.00 Uhr:
Moderation: Prof. Dr. Ute Gerhard,
(Frankfurt a. M./ Bremen)

Empfang mit Buffet

 

FREITAG, 15. Februar 2008

09.30 - 13.00 Uhr:
2. Panel:
Wie ‚praktisch’ sind feministische Theorien heute?


Wir gehen davon aus, dass ‚alte’ feministische Anliegen und Probleme bis heute nicht gelöst sind, auch wenn sich Vieles für jüngere Frauen heute verändert hat. Auf diesem Panel sollen unterschiedliche theoretische Ansätze, differente Erfahrungen und feministische Praxen daraufhin befragt werden, ob wir einen ‚neuen’ Feminismus brauchen.
Dabei wäre auch zu diskutieren, wie die Widersprüche zwischen veränderten Geschlechterverhältnissen und nachhaltigen Strukturen sozialer Ungleichheit zu erklären und aufzuheben sind.

Diskussionsbeiträge:
Dr. Solveig Bergman (Oslo)
Dr. Rita Casale (Zürich)
Alek Ommert, M.A. (Frankfurt a. M.)
Prof. Dr. Uta Ruppert (Frankfurt a. M.)
PD Dr. Paula-Irene Villa (Hannover)

Moderation: PD Dr. Anne Fleig (Hannover)

13.00 - 14.00 Uhr:
Mittagessen in der Mensa

14.00 - 14.45 Uhr:
Vortrag: Prof. Dr. Edgar Forster (Salzburg)

Moderation: Dr. Anna Maria Stuby (Bremen)

15.00 - 17.30 Uhr:
3. Panel: Der „neue“ Feminismus, nur ein Medienfeminismus?
Roundtable - Diskussion

Wer in jüngster Zeit die Medien verfolgt hat, könnte vermuten, dass ‚Feminismus’ zur Zeit eine neue Konjunktur hat - nicht nur als ‚neuer’ Feminismus, sondern auch als Antifeminismus. Diese öffentliche Aufmerksamkeit kommt für Frauen- und GeschlechterforscherInnen eher überraschend. In einem Round-Table diskutieren Journalistinnen und Medienwissenschaftlerinnen darüber, welche gesellschaftlichen Entwicklungen die Medien, bzw. einzelne AkteurInnen dazu bringen, das Thema auf die Agenda zu setzen.

Diskussionsbeiträge:
Dr. Andrea Geier (Marburg)
Prof. Dr. Elisabeth Klaus (Salzburg)
Beata Kozak (Krakau)
Dr. Sibylle Plogstedt (Bonn)
Moderation: PD Dr. Ulla Wischermann
(Frankfurt a. M.)

17.45 - 18.15 Uhr:
Abschlussdiskussion


19.00 - 23.00 Uhr:
Jubiläumsfest (mit Buffet) der „Feministischen Studien“ im Gästehaus der Universität, Frauenlobstraße 1
(Teilnahme bitte bei der Anmeldung angeben. Kostenbeitrag 10 Euro)