Veranstaltungen

Genderinszenierungen im pädagogischen Alltag

Ergebnisse eines Forschungsprojektes zu Mädchen und Jungen in der Jugendarbeit

Tagung am 17.6.2008

Fotos der Veranstaltung finden Sie >> hier. Ein Bericht zur Tagung erscheint hier in Kürze.

Aufgrund der großen Nachfrage konnten nicht alle Anmeldungen zur Tagung berücksichtigt werden. Das gFFZ plant daher, die Tagung eventuell im Herbst/Winter 2008 zu wiederholen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig auf unserer Homepage veröffentlicht.

Das Buch zum Thema „Gender-Inszenierungen“ ist als Band 7 der Buchreihe des gFFZ "Unterschiede : Diversity" erschienen und kann im Buchhandel bestellt werden. >> mehr

Programm der Tagung:

Pädagogische Einrichtungen stellen „Bühnenräume“ dar, in denen Gender als soziale Differenz von Jugendlichen zur Aufführung gebracht wird. Dieses „Doing Gender“ vollzieht sich in situativen Stehgreifspielen als „heimlicher Lehrplan“ jenseits der offiziellen pädagogischen Programmatik der jeweiligen Institution. Es geschieht im alltäglichen Miteinander, unvorhersehbar, schwebend, spektakulär oder auch unauffällig, konflikthaft oder auch verbindend.

Es zentriert Räume durch reizvolle Ereignisse, ordnet Beziehungen, fordert die Erwachsenenwelt heraus, manches
Mal bis zum Unerträglichen. Es findet in der Kinder- und Jugendarbeit statt, aber ebenso in Horten, Schulen und an anderen pädagogischen Orten.

Für die Pädagogik stellen diese Vorgänge eine offene Herausforderung dar. Sie werden übersehen, lösen Befremden, Sorgen oder auch Erschrecken aus. Immer bestimmen sie jedoch den pädagogischen Raum mit.
Im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Fachhochschule Frankfurt am Main wurden diese Genderinszenierungen exemplarisch durch teilnehmende Beobachtungen in Jugendhäusern eingefangen und untersucht.

Eine Veranstaltung von:
gFFZ (gemeinsames Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschulen), Frauenreferat der Stadt Frankfurt, Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt)

 

Ablauf:

10.00 Uhr
Begrüßung

10.15 – 11.30 Uhr
Der ethnografische Blick in der Pädagogik
Prof. Dr. Barbara Friebertshäuser (Johann Wolfgang Goethe-Universität)

11.30 – 12.15 Uhr
Mädchen und Jungen im Alltag der Jugendarbeit (Teil I)
Prof. Dr. Lotte Rose (FH Frankfurt am Main/gFFZ),
Marc Schulz (Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Erziehung/FH Frankfurt am Main)

12.15 – 13.15 Uhr Mittagessen

13.15 – 14.45 Uhr
Arbeitsgruppen:

  • Der Billardtisch als Bühnenraum
    Referent: Marc Schulz
    Moderation: Uli Kratz (Evangelischer Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main/Jugendhaus am Bügel)
  • Die Küche im Jugendhaus – ein häufig übersehener sozialer Ort
    Referentin: Kirsten Kullmann
    (TU Aachen/FH Frankfurt am Main)
    Moderation: Lukas Hölzinger (Stadtjugendpflege Friedberg)
  • Das jugendliche Vergnügen der Castings und SingStar-Spiele
    Referentin: Prof. Dr. Lotte Rose
    Moderation: Mechtild M. Jansen (Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ))

14.45 – 15.00 Uhr Kaffeepause

15.00 – 15.45 Uhr
Mädchen und Jungen im Alltag der Jugendarbeit (Teil II)
Prof. Dr. Lotte Rose/Marc Schulz

15.45 – 16.30 Uhr
Abschlussrunde: „Ich will doch nur spielen…“ – Möglichkeiten einer pädagogischen Interaktion

 

Download Veranstaltungsflyer als PDF-Datei