
am 19.11.2009 an der FH Frankfurt am Main
in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Cornelia-Goethe-Centrum der Universität Frankfurt am Main
Ein Bericht zu der Tagung von Dr. Marianne Schmidbauer ist im Uni-Report 2010/1 der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main auf Seite 18 erschienen. Den Unireport finden Sie hier.
Tagungsankündigung:
Angesichts der stetig steigenden Lebenserwartung und der veränderten Lebensgestaltung von Frauen und Männern stellt sich die Frage, wie mit Sorge und Fürsorge für hilfsbedürftige Menschen in Zukunft umgegangen wird. Allmählich ändert sich die selbstverständliche Erwartung, dass pflegebedürftige Menschen im privaten Raum mehr oder weniger unentgeltlich und vorwiegend von Frauen gepflegt und umsorgt werden. Politik reagiert auf den steigenden Bedarf und zunehmende Konflikte mit der Pflegeversicherung und Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Genügt das? Was passiert in den Familien, was passiert zwischen Freundinnen und Freunden, zwischen Paaren und Geschwistern, wenn Pflege, wenn Sorge und Fürsorge den Alltag bestimmen? Welche Dynamiken unter Geschwistern, Paaren, nahen Angehörigen werden freigesetzt? Welche Konfliktfelder ergeben sich? „Für einander da zu sein“ in guten wie in schlechten Zeiten wird leicht versprochen in guten Tagen. Wie aber gestaltet sich der Alltag in schlechten Tagen? Kann eine „Care-Ethik“ helfen, die oft belastenden Situationen und Dynamiken auszuhalten und zu bewältigen? Welche Rolle spielen Pflege und Fürsorge in unserer Gesellschaft und welche Rolle sollte zwischenmenschlicher Sorge zukommen?
Zu dieser Tagung laden wir Sie herzlich ein und freuen uns auf anregende Diskussionen!
Mechtild M. Jansen
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Prof. Dr. Margrit Brückner
Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen
Dr. Marianne Schmidbaur
Cornelia Goethe Centrum