
Donnerstag, den 6. Mai 2010 von 10:00-17:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Hochschule Fulda, Fulda Transfer
Heinrich-von-Bibra-Platz 1b, 36037 Fulda
Interpersonelle Gewalt beeinträchtigt laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen weltweit. Sie kostet den Einzelnen Lebensqualität, Lebensjahre und verursacht der Gesellschaft hohe Produktivitätsverluste. Partnergewalt stellt für Frauen ein besonderes Risiko dar. Eine von vier Frauen in Deutschland erleidet mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt durch den (Ex-)Partner (BMFSFJ 2004). Partnergewalt wirkt sich nicht nur negativ auf die Gesundheit sondern auch auf die familiären und sozialen Beziehungsstrukturen sowie die Erwerbssituation der Betroffenen aus. Sie führt häufig zum Verlust an Produktivität und birgt damit ein hohes Risiko für Armut und Wohnungslosigkeit.
Eine gelungene Intervention oder Prävention von Partnergewalt gegen Frauen kann helfen, die Verarmung von Frauen effektiv zu bekämpfen. Seit einem Jahrzehnt gelingt es in Deutschland zunehmend, die im Gesundheitswesen bestehenden Potentiale für Prävention und Intervention zu nutzen. Erfolgreiche Konzepte in die Fläche zu bringen, bleibt eine Herausforderung. Im Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung will die Tagung einen Beitrag zur diesjährigen Kampagne leisten. Sie ist zugleich eine Aktion im Rahmen der Global Campaign for Violence Prevention, die aus dem Weltbericht der WHO Gewalt und Gesundheit (2002) gewachsen ist.
Gemeinsam wird mit Expertinnen und Experten der Weltgesundheitsorganisation und aus anderen europäischen Ländern nach Innovationen sowie bewährten Strategien gesucht. Ziel ist, Wege aufzuzeigen, die eine nachhaltige Implementation von erfolgreichen Interventionsprojekten in der Gesundheitsversorgung in der Fläche ermöglichen.
Veranstalter sind die 2006 gegründete Arbeitsgruppe „Gesundheitsschutz bei interpersoneller Gewalt“ der Hochschule Fulda, das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit und der Landkreis Fulda.
Die Tagung richtet sich an alle auf regionaler, Bundes- und europäischer Ebene tätigen Fachkräfte des Gesundheitswesens sowie andere mit Gewaltprävention befasste Professionen, Studierende und Auszubildende der Gesundheitsprofessionen, an Träger wie auch Beschäftigte von Gesundheitseinrichtungen, Arztpraxen und Kliniken, Forschende sowie Praktikerinnen und Praktiker, Mitarbeitende von Unterstützungseinrichtungen, Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Wirtschaft, Ministerien und Landes- sowie Bundesgremien als auch interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Keynotes:
Claudia Garcia-Moreno, M.D., M.Sc, Senior Advisor, Department of Reproductive Health and Research (WHO-Genf), federführend verantwortlich für die 2005 erschienene multi-nationale WHO-Studie zu Partnergewalt gegen Frauen und Gesundheit, wird in das Thema einführen.
Gene Feder, M.D., B.Sc., Prof. of Primary Health Care, University of Bristol (UK), der seit Jahren zum Thema forscht und derzeit eine Interventionsstudie in der hausärztlichen Versorgung von Gewaltopfern betreut, wird die Ergebnisse eines umfangreichen Health Technology Assessment (HTA) zum Screening nach Partnergewalt zusammenfassen.
Die spezifische Situation in den eigenen Ländern wird dargestellt von:
Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie unter:
www.hs-fulda.de/interpersonelle-Gewalt.
zum Programmflyer (PDF)
Da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist, bitten Anmeldung bis zum 23. April 2010.
Veranstalter sind die 2006 gegründete Arbeitsgruppe „Gesundheitsschutz bei interpersoneller Gewalt“ der Hochschule Fulda, das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit und der Landkreis Fulda.
Die Tagung wird gefördert vom gFFZ und vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit