Veranstaltungen

Familienpolitiken und Alltagspraxis


Tagung der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung in Kooperation mit dem Cornelia-Goethe-Centrum der J. W. Goethe- Universität und dem gFFZ, dem Gemeinsamen Frauenforschungszentrum der Hessischen Fachhochschulen.

Termine: 10. März 2004, 17. März 2004, 24. März 2004, jeweils Mittwochs von 10-16 Uhr

Ort: J. W. Goethe-Universität, Campus Westend, IG-Farben-Haus, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main

Das Thema Familienpolitik erlebt in den letzten Jahren eine Renaissance. Der Wandel der Familienformen, der Geburtenrückgang, ein fragil erscheinender Generationenvertrag und die Tatsache, dass Kinder als Armutsrisiko gesehen werden, bestimmt die öffentliche Debatte.
Mit der dreitägigen Veranstaltungsreihe "Familienpolitik und Alltagspraxis" soll die "Arbeit des Alltags" von Familien aus der Sicht der Eltern und Kinder dargestellt werden. Können familienpolitische Initiativen des Staates, der Betriebe und zivilgesellschaftliches Engagement zur Bewältigung des Familienalltages beitragen? Was erwarten Eltern von einer modernen Familienpolitik? Wie wichtig ist Fürsorge "Care" für ein ausgewogenes Familienleben und gesellschaftlicher Teilhabe, in welchem Verhältnis stehen Familie, Arbeit und Freizeit zueinander?
Muss sich Familienpolitik am Arbeitsmarkt, an Betrieben oder am Rhythmus der Familie orientieren? Wie arbeitsmarktfreundlich kann und sollte Familienpolitik und familienfreundlich sollten Betriebe sein? Was wünschen sich Kinder von ihren Eltern und deren Arbeitgebern?
Die Veranstaltung knüpft an die Veranstaltungsreihe vom März 2003 "Familienpolitik und Betreuungskulturen in Europa" an. Sie richtet sich an ExpertInnen und MultiplikatorInnen aus Politik, Wissenschaft und Schule, aus der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, aus Verbänden, Behörden und der Privatwirtschaft und sonstige Interessierte

Mechtild M. Jansen
Hessische Landeszentrale
für politische Bildung

Dr. Mechthild Veil
Büro für Sozialpolitik , Frankfurt/M.


Programm:

Mittwoch, den 10.03.2004

Alltagspraxis und sozialer Wandel

10:00 Uhr

 

Eröffnung und Grußworte
Mechtild M. Jansen, Dr. Mechthild Veil

10:30 Uhr

 

Die Familiendebatte der Parteien - normativ aufgeladen, funktional anschlussfähig
Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, SJ, Philosophisch-Theologische Hochschule St.
Georgen, Frankfurt/Main

12:00 Uhr

 

Mittagspause

13:00 Uhr

 

Bedeutung von Fürsorgearbeit für den Familienalltag Dr. Karin Jurczyk, Deutsches
Jugendinstitut, München

14:15 Uhr

 

Erwartungshaltungen von Eltern an eine moderne Familienpolitik:
Umfrageergebnisse aus Frankreich Dr. Mechthild Veil, Frankfurt.

16:00 Uhr

 

Ende der Veranstaltung.

 

Mittwoch, den 17.03.2004

Familienzeiten - Arbeitszeiten
Aus der Sicht von Müttern und Vätern

10:00 Uhr   Flexible Arbeitszeiten und Deregulierung von Arbeit
Dr. Christina Klenner, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans
Böckler-Stiftung, Düsseldorf
11:30 Uhr   Tatsächliche und gewünschte Arbeitszeiten von Frauen - ein internationaler
Überblick
Prof. Dr. Brigitte Stolz-Willig, Fachhochschule Frankfurt am Main
Moderation: Prof. Dr. Silvia Kontos, Fachhochschule Wiesbaden
14:00 Uhr   Aus der Sicht der Kinder:
Ansprüche von Kindern an Arbeits- und Familienzeiten ihrer Eltern
Dr. Andreas Lange, Deutsches Jugendinstitut München
15:00 Uhr   Elternzeit für Kinder. Was brauchen Kinder? Rosa Ahlheim, Psychoanalytische
Kinder- und Jugendtherapeutin, Marburg
Moderation: Prof. Dr. Sibylla Flügge, Fachhochschule Frankfurt am Main
16:00 Uhr   Ende der Veranstaltung
     


Mittwoch, den 24.03.2004

Familienfreundlichkeit der Betriebe - arbeitsmarktfreundliche Familienpolitik?

10:00 Uhr   Reaktionen und Perspektiven seitens des Familienministeriums: auf die Prognos-
Studie zur Kosten/Nutzen-Analyse einer familienfreundlichen betrieblichen Politik
Thomas Wieseler, BMFSFJ, Projektgruppe Zukunft Familie, Berlin
11:00 Uhr   Ergebnisse der Hertie Stiftung, Fokus "Beruf und Familie"
Dr. Stefan Becker, Hertie Stiftung, Frankfurt am Main
12:00 Uhr   Orientierungen einer zukünftigen Familienpolitik aus hessischer Sicht
Cornelia Lange, Abt.leiterin, Hessisches Sozialministerium, Wiesbaden
Moderation: P.D. Dr. Ulla Wischermann, Cornelia Goethe-Centrum der J. W.
Goethe Universität, Frankfurt am Main
13:00 Uhr   Mittagspause
14:00 Uhr   Podiumsdiskussion:
Flexibilisierung der Arbeitszeiten und Familienleben: Verträgt sich das?
16:00 Uhr   Anregungen für die Praxis in Deutschland
Gabriele Mankau, Leiterin des Frankfurter Kinderbüros
Dr. Clarissa Rudolph, Philipps-Universität Marburg
Ilona Hakert, Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach
Marita Eilrich, Deutscher Gewerkschaftsbund, Frankfurt am Main
Dr. Harald Seehausen, Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung
N.N. (IHK)
Moderation: Mechtild M. Jansen, HLZ

 

Infos:
Hessisches Landeszentrale für politische Bildung, Referat IV
Andrea Hahlweg
Postfach 3220
65022 Wiesbaden
Tel. 0611-99197-27
Fax: 0611/99197-44
E-Mail: a.hahlweg@hlz.hessen.de
Teilnehmereigenbetrag: 15 Euro pro Tag inkl. Mittagessen, Zahlung in bar zu Beginn der Veranstaltung, Nachlass für Studentinnen und Arbeitslose gegen Vorlage eines Ausweises

Freistellung: Hessische Urlaubsverordnung für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst; Sonderurlaub für BundesbeamtInnen, RichterInnen; LehrerInnenfortbildung (Dienstbefreiung nach § 16)