
Neues Forschungsprojekt im gFFZ
Vortragstermine der Projektverantwortlichen:
27.02.10
Sabine Flick/Prof. Dr. Lotte Rose/Prof. Dr. Christoph Klotter, FH Frankfurt/Main und Hochschule Fulda:
Nahrungsmittelkonsum in der Fernsehwerbung - geschlechtsspezifische Implikationen
Vortrag im Rahmen des Workshops „Geschlecht und Konsum“ des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung/Region Bayern (AKHFG) am Münchener Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte
27.01.10
Prof. Dr. Lotte Rose und Sabine Flick
Doing Gender with Food. Geschlechterkonstruktionen zwischen Salat und Currywurst.
Frauen- und Geschlechterforschungskolloquium der FH Frankfurt am Main
Prozesse des Doing Gender sind in der Geschlechterforschung umfangreich untersucht worden, Ernährung fand jedoch dabei bislang wenig Aufmerksamkeit. Umgekehrt ist die Beschäftigung mit den > Geschlechterdifferenzen in den Ernährungswissenschaften selten. Das geplante Forschungsvorhaben will diese doppelte Lücke füllen. Hierzu wird der Untersuchungsblick auf das kulinarische Praxisfeld gerichtet, das aus physiologischen Gründen für die soziale Kultur eine hohe Alltagspräsenz und Alltagsrelevanz besitzt. Als empirisches Material dienen Werbeclips zu Nahrungsprodukten in ausgewählten Fernsehsendern, die inhaltsanalytisch und gestaltungstechnisch untersucht werden. Die Untersuchungsfragen sind:
Die Bildproduktionen werden dabei nicht wie in der klassischen kapitalismuskritischen Werbeforschung als Manipulateure menschlichen Daseins verstanden, sondern als relativ eigenständige ästhetische Organisatoren von Bedeutungen, Sinnhaftigkeiten und Normalitäten. Sie stehen damit zwar in Beziehung zur gesellschaftlichen Wirklichkeit und den im Alltag vorhandenen Geschlechtermodi, sie bilden diese aber nicht ab wie sie diese auch nicht sozialdeterministisch bestimmen. Vielmehr verdichten sich in ihnen ideale Imaginationen zu den Geschlechtern. Gerade dies macht sie ergiebig für eine sozialkonstruktivistische Genderforschung, die den symbolischen Konstruktionsweisen der Geschlechter nachgehen will. Mit der Nahrungsmittelwerbung wird zudem eine Körperpraxis fokussiert und damit ein Gegenstand, der in der Genderforschung immer einen besonderen Stellenwert als Ort hatte, an dem Geschlechterdistinktionen besonders geschärft sind.
Veröffentlichungen im Zusammenhang mit diesem Forschungsprojekt:
Lotte Rose: Gesundes Essen. Anmerkungen zu den Schwierigkeiten, einen Trieb gesellschaftlich zu regulieren. In: Lotte Rose, Benedikt Sturzenhecker (Hg.): „Erst kommt das Fressen...“ Über Essen und Kochen in der Sozialen Arbeit. Wiesbaden 2009
Das Forschungsprojekt wird vom HMWK (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst" im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Genderforschung und Gleichstellung der Geschlechter" gefördert.
Namen der Forschenden:
Prof. Dr. Lotte Rose, FH Frankfurt am Main, Fb Soziale Arbeit und Gesundheit
Prof. Dr. Christoph Klotter, H Fulda, Fb Oecothrophologie
Prof. Dr. Jan Thorsten Milde, H Fulda, KMCI - Kompetenzzentrum für Mensch-Computer-Interaktion
Sabine Flick, gFFZ
01.08.2009 – 31.12.2010
Kontaktadressen:
Prof. Dr. Lotte Rose
FH Frankfurt am Main
Fb. Soziale Arbeit und Gesundheit
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt am Main
E-Mail:
rose@fb4.fh-frankfurt.de
Sabine Flick
Soziologin M.A.
gffz - Gender- und Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschulen
Nibelungenplatz 1 60318 Frankfurt am Main
E-Mail: flick.s@gffz.de