Aufgaben, Ziele und Aktivitäten des gFFZ

Das gFFZ versteht sich als Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für die beteiligten Hessischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und unterstützt sie dabei, Frauen- und Genderforschungsprojekte durchzuführen und Ergebnisse der Frauen- und Genderforschung zu implementieren. Es informiert, berät, koordiniert und vernetzt Genderforschungsaktivitäten in allen Bereichen. Die Hauptaufgabe des gFFZ liegt damit vor allem im Bereich des Wissenschaftsmanagements und erstreckt sich auf die Aspekte

  1. Unterstützung der Forschung
  2. Wissenstransfer
  3. Innovation

1. Unterstützung der Forschung

Hierzu gehören vor allem folgenden Tätigkeiten:

1)     Antragsberatung
Das gFFZ berät Professor_innen und wissenschaftliche Mitarbeiter_innen der hessischen Hochschulen bei der Antragsstellung im Hinblick auf die Genderfachlichkeit des Antrags, den aktuellen Stand der Genderforschung, die Stringenz und Plausibilität der Anträge und die Antragsstrategien. Es unterstützt Professor_innen und wissenschaftliche Mitarbeiter_innen darin, Fördermöglichkeiten für ihre geplanten Forschungsprojekte zu finden.

2)     Ausschreibung von Forschungsmitteln
Das gFFZ verwendet je nach Haushaltslage einen Teil seiner Mittel, um Professor_innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen kleinere Projektvorhaben im Bereich Genderforschung zu finanzieren, die in einen Forschungsantrag münden oder ihre Forschungsfähigkeit verbessern sollen. Dazu erfolgt im Frühjahr eine hochschulöffentliche Ausschreibung.

3)     Information zu aktuellen Ausschreibungen
Das gFFZ informiert Professor_innen und wissenschaftliche Mitarbeiter_innen regelmäßig und systematisch über Ausschreibungen von Forschungsmitteln, Call for Papers, Tagungen und Publikationsprojekte, in denen Genderaspekte wichtig sind oder im Mittelpunkt stehen.

4)     Information zu Fachdiskursen und Forschungsergebnissen
Das gFFZ informiert über seinen Newsletter regelmäßig über neue Forschungsergebnisse, aktuelle Forschungsprojekte und Tagungen, Rezensionen, Neuerscheinungen sowie hochschul- und forschungspolitische Entwicklungen in der Genderforschung.
Es hilft bei der Vermittlung von Expert_innen bei individuellen Anfragen von innerhalb und außerhalb der Hochschulen, bei der Ermittlung aktueller Literatur, des aktuellen Forschungsstandes und weiterer Informationen zu aktuell relevanten Forschungsprojekten und -ergebnissen.

5)     Nachwuchsförderung und Vermittlung von geeigneten Projektmitarbeiter_innen
Das gFFZ pflegt ein Netzwerk von potentiellen Nachwuchswissenschaftler_innen innerhalb und außerhalb der hessischen Hochschulen, die als Projektmitarbeiter_innen in Frage kommen, und vermittelt diese auf Anfrage an Professor_innen und Projektleiter_innen.
Das gFFZ verschickt regelmäßig Stellenangebote an das Netzwerk der Nachwuchswissenschaftler_innen und zeigt ihnen so auch qualifizierte Arbeitsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Hochschulen auf.
Das gFFZ vergibt einmal im Jahr den Henriette-Fürth-Preis für die beste Abschlussarbeit eines Jahrgangs im Bereich Frauen- und Genderforschung. Dieser Preis dient der Nachwuchsförderung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und soll Absolvent_innen dazu ermutigen, ihre wissenschaftliche Karriere weiterzuverfolgen. Das gFFZ gibt Absolvent_innen die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeiten und Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu veröffentlichen. Darüber hinaus fördert das gFFZ  die Promotionsmöglichkeiten von HAW-Absolventinnen und vermittelt die hochschulübergreifende Betreuung von Abschlussarbeiten zur Genderthematik, falls die Expertise an der jeweiligen Hochschule nicht vorhanden ist.

6)     Arbeitsgruppen und Workshops
Das gFFZ bietet je nach Bedarf hessenweite Workshops an für Professor_innen und Mitarbeiter_innen im Bereich Genderforschung, die der Information über Forschungsfördermöglichkeiten im Bereich Genderforschung und dem kollegialen Austausch und der Unterstützung dienen.
Das gFFZ bietet allen Akteur_innen im Bereich Genderforschung die Möglichkeit, über das gFFZ Workshops oder Arbeitsgruppen mit fachlichen Schwerpunkten zu organisieren.

7)     Vernetzung
Das gFFZ vernetzt sich hessen-, bundes- und europaweit mit Institutionen und Akteur_innen der Genderforschung. Ziel ist, den Anschluss an aktuelle fachliche und hochschulpolitische Debatten zu behalten, die Hochschulmitglieder darüber zeitnah zu informieren und die Interessen der hessischen HAW-Genderforschung bundes- und europaweit zu vertreten.
Das gFFZ vermittelt Kontakte zwischen der Praxis und den hessischen Hochschulen bei konkreten Anfragen zu Forschungen, Expert_innen oder anderen Formen der Kooperation. Das gFFZ bietet mit seinen Veranstaltungen und Informationsplattformen (Homepage, Newsletter) hessischen Professor_innen und Mitarbeiter_innen die Gelegenheit, sich kennenzulernen, sich zu vernetzen und zu kooperieren mit dem Ziel, gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.

2. Wissenstransfer

Hierzu gehören die folgenden Tätigkeiten:

Intern
1)    
Information über Genderforschungsaktivitäten an den hessischen Hochschulen und Vermittlung von Kontakten zwischen Professor_innen zwecks Kooperationen
Das gFFZ veröffentlicht auf seiner Homepage regelmäßig Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten im Bereich Genderforschung an hessischen Hochschulen. Alle zwei Jahre gibt es eine Broschüre heraus, die die aktuellen Forschungsprojekte listet und zusammenfasst.

Im Newsletter werden regelmäßig aktuelle Projekte, Aktivitäten und Veröffentlichungen hessischer Kolleginnen und Kollegen vorgestellt.
Das gFFZ hilft bei konkreten Anfragen, geeignete Kooperationspartner_innen zu finden und bietet Veranstaltungen an, die den Kolleg_innen die Möglichkeiten geben, aktuelle Forschungsprojekte einem hochschulweiten Fachpublikum zur Diskussion zu stellen.
Das gFFZ lädt Kolleg_innen der hessischen HAWs als Referent_innen zu seinen Workshops, Fachtagungen und Arbeitstreffen ein, damit sie ihre Ergebnisse dort zur Diskussion stellen können.

Extern
1)    
Ausrichtung von Tagungen und Vortragsveranstaltungen
Das gFFZ führt Tagungen alleine oder mit Kooperationspartner_innen durch. Es unterstützt Professor_innen und Mitarbeiter_innen logistisch und finanziell bei der Durchführung von genderbezogenen Tagungen und Workshops.

2)     Veröffentlichung von verschiedenen Publikationsreihen
Das gFFZ publiziert regelmäßig Ergebnisse der Genderforschung an hessischen HAWs und nutzt dafür verschiedene Publikationsplattformen (Buchreihe, Forschungsberichte, Online-Publikationen). Es berät Kolleg_innen, die eine Veröffentlichung planen, hinsichtlich ihrer Publikationsstrategien.

3)     Homepage
Das gFFZ betreibt eine eigene Homepage, die regelmäßig aktualisiert wird. Sie informiert über die Veranstaltungen und Aktivitäten des gFFZ, die Publikationen des gFFZ, über Genderforschungsprojekte an hessischen Hochschulen, über die Nachwuchsförderung und den Henriette-Fürth-Preis. Zusätzlich hält sie Informationen zu Forschungsfördermöglichkeiten bereit und veröffentlicht im „Gender-Monitor“ Zahlen und Fakten zum Geschlechterverhältnis an hessischen HAWs.

4)       Vernetzung mit Akteur_innen außerhalb der hessischen Hochschulen
Das gFFZ pflegt Kontakte mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Institutionen der öffentlichen Verwaltung, der sozialen Träger, Verbände, der Wirtschaft und der Kirchen und fungiert als Vermittlungsinstanz für den Wissenstransfer im Bereich Genderforschung. Es vermittelt Kooperationen, Forschungsaufträge und Expert_innenwissen im Bereich Genderforschung.
Das gFFZ vernetzt sich mit regionalen und überregionalen Institutionen der Frauen- und Genderforschung und der Gleichstellungsförderung und macht die hessischen Hochschulen als Genderforschungsstandorte sichtbar.

3. Innovation

Das gFFZ setzt Impulse für die Genderforschung und die Gleichstellungspolitik an hessischen Hochschulen, erschließt neue Themenfelder und fördert Innovationen. Es erarbeitet Expertisen, schlägt neue Forschungsfelder vor und führt eigenständig impulsgebende Forschungs- und Innovationsprojekte durch.