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TitelZwischen Normalisierung und Dramatisierung: Akzeptanz geschlechterreflektierter Lehr- und Prüfungsinhalte in BA-Studiengängen der Sozialen Arbeit
Namen der ForscherInnenProf. Dr. phil. habil Regina-Maria Dackweiler
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)FH-Wiesbaden University of Applied Sciences Fachbereich Sozialwesen
StichworteGenderwissen, Genderkompetenzen, Lehre
KurzbeschreibungDie geplante Studie will die Relevanzsetzungen und Akzeptanz geschlechterreflektierter Lehrinhalte in BA-Studiengängen der Sozialen Arbeit mit Blick auf das zu erarbeitende professionelle Selbstverständnis und die wissenschaftsbasierten Handlungsorientierungen von Studierenden untersuchen. Im Mittelpunkt stehen hierbei drei, die Studie orientierende Fragestellungen:

1. Welche Annahmen transportieren die Studierenden über die Bedeutung von Geschlecht(erdifferenz) für sich und ihre zukünftigen AdressatInnen angesichts der ihnen im Studienverlauf abverlangten (selbst)kritischen Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen, -stereotypen und -hierarchien sowie der (Selbst-)Reflexion in Bezug auf bestehende Geschlechterverhältnisse in ihrem Alltag sowie ihren zukünftigen Berufsfeldern?

2. Welche Relevanz messen die Studierenden dem in der Ausbildung zu erwerbenden Gender-Wissen sowie den geschlechterbewussten beruflichen Haltungen und Handlungen, also Gender-Kompetenzen, zu und hiervor abhängig, welche Akzeptanz bringen sie diesem Lehr- und Prüfungsinhalt entgegen?

3. Welche Rolle spielt die Form der Implementierung von Gender-Aspekten in den jeweiligen Studiengang für die von den Studierenden zugestandene bzw. abgesprochene Relevanz und davon abhängig für die Akzeptanz bzw. Ablehnung dieses Lern- und Prüfungsinhalts?

Auf diese Forschungsfragen bezogen sollen drei Hypothesen mittels quantitativer (standardisierter Fragebogen) und qualitativer Forschungsmethoden (Dokumentenanalyse, Gruppendiskussion) überprüft und validiert werden:

1. Die Annahmen von Studierenden über die Bedeutung von Geschlecht(erdifferenz) für sich und ihre zukünftigen AdressatInnen sind abhängig von Geschlecht und Alter.

2. Relevanzsetzung und Akzeptanz gegenüber dem im Studium zu erwerbenden Gender-Wissen sowie Gender-Kompetenzen sind abhängig von der zugemessenen Bedeutung von Geschlecht.

3. Relevanzsetzungen und Akzeptanz gegenüber dem Studien- und Prüfungsinhalt „Gender“ sind abhängig von dessen Rahmung und Status im Studienverlauf.

Die Beantwortung der Forschungsfragen bzw. die Verifizierung der Hypothesen verspricht Rückschlüsse auf bzw. vermag Orientierung zu stiften für gegebenenfalls sinnvolle Veränderungen der Implementierung von Gender-Aspekten in die modularisierten BA-Studiengänge Sozialer Arbeit, um die Berufsqualifizierung der Studierenden für ihre zukünftigen Arbeitsfelder in einer an Geschlechtergleichheit und Geschlechtergerechtigkeit orientierten, liberal-demokratisch verfassten Einwanderungsgesellschaft zu optimieren.
Finanzierung, FördermittelForschungsförderung aus Zentralmitteln der Fachhochschule Wiesbaden 2009 Höhe der Forschungsförderung: 13.000,-€
Laufzeit10 Monate
Veröffentlichungen im Zusammenhang mit diesem ForschungsprojektDackweiler, Regina-Maria 2007: Transfer geschlechterreflektierten Ausbildungswissens in die Praxisfelder Sozialer Arbeit. Unveröffentl. Forschungsbericht. Bielefeld.
KontaktProf. Dr. phil. habil. Regina-Maria Dackweiler
FH-Wiesbaden
University of Applied Sciences
Fachbereich Sozialwesen
Kurt-Schumacher-Ring 18
D – 65197 Wiesbaden
dackweiler@sozialwesen.fh-wiesbaden.de
Tel.: 0611 9495-1312