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TitelAnorexia nervosa und subjektive Krankheitstheorien
Namen der ForscherInnenDr. Dr. Annemarie Rettenwander
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)Hochschule Darmstadt; Fb Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit
KooperationspartnerBarbara Juen, Universität Innsbruck
StichworteMagersucht, Essstörungen, klinische Psychologie, Psychosomatik, Psychotherapie
KurzbeschreibungBei der Lektüre der Flut an Literatur zum Thema Magersucht fällt auf, dass zur Frage nach den Ursachen für diese Erkrankungen meist entweder Fachleute wissenschaftlich publizieren oder (ehemals) betroffene Frauen ihre Erlebnisse und Gedanken in Form autobiographischer Berichte veröffentlichen. Selten kommt es jedoch vor, dass in wissenschaftlichen Studien der Fokus darauf gerichtet wird, was die Frauen selbst über die Ursachen ihrer Erkrankung denken, obwohl bereits der Attributionstheoretiker Fritz Heider vorgeschlagen hat, Psychologinnen und Psychologen sollten - anstatt eigene Theorien vorzustellen - den Theorien derer Gehör schenken, die sie untersuchen. Sein grundlegendes Argument war, dass Menschen nach ihren eigenen Überzeugungen bezüglich der Ursachen und Wirkungen ihres Verhaltens handeln und nicht nach den Überzeugungen von Freud, Skinner oder sonst jemandem. Dieses Forschungsprojekt geht daher der Frage nach, was ehemals magersüchtige Frauen rückwirkend als Ursachen für ihre Erkrankung und als Wirkfaktoren auf dem Weg zu Gesundung sehen.
Finanzierung, FördermittelDaniel Swarovski Fonds
Laufzeit2003-2008
Veröffentlichungen im Zusammenhang mit diesem ForschungsprojektRettenwander, Annemarie: Anorexia nervosa und subjektive Krankheitstheorien. Berlin 2005

Rettenwander, Annemarie: Magersucht – Einsichten und Auswege. Berlin 2007
KontaktDr. Dr. Annemarie Rettenwander
Hochschule Darmstadt
Fb Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit
Adelungstraße 51
D-64283 Darmstadt
annemarie.rettenwander@h-da.de