Detailansicht zum Projekt

TitelArbeitssituation und Belastungen von Professorinnen an Hessischen Fachhochschulen
Namen der ForscherInnenProf. Dr. Lotte Rose (Frankfurt University of Applied Sciences), Prof. Dr. Marlies W. Fröse (Evangelische Fachhochschule Darmstadt), Dr. Stephanie Braukmann
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)Frankfurt University of Applied Sciences, Fb 4 Soziale Arbeit und Gesundheit
KooperationspartnerEvangelische Fachhochschule Darmstadt
StichworteArbeitsbelastung, Hochschulprofessorin, Arbeitssituation
KurzbeschreibungZiel der Studie war die Erfassung der Arbeitssituation von Professorinnen an hessischen Fachhochschulen. Erhebungsinstrument war ein standardisierter Fragebogen mit quantitativen und qualitativen Fragen, der sowohl objektive Daten wie auch subjektive Einschätzungen und Bewertungen erfasste. Abgefragt wurden: Ausbildung und berufliche Praxis, Aufgaben im Rahmen der Professur, weitere berufliche Aufgaben und institutionelles Engagement, Angaben zur Arbeitsbelastung, berufsbedingter Mobilität und Angaben zur Person. Die schriftliche Befragung fand im April/Mai 2005 statt. Befragt wurden alle an hessischen Fachhochschulen tätigen Professorinnen (N=167). Der Rücklauf betrug etwa 46% (N=77). Mehr als die Hälfte der Fragebögen wurde von Professorinnen aus der Fachrichtung „Soziale Arbeit” ausgefüllt. Die einzelnen Fachrichtungen sind quantitativ etwa repräsentativ vertreten, nur der Rücklauf aus „Wirtschaft/Recht” war überproportional hoch. Der Geburtsjahrgang 1940-1950 war am
stärksten vertreten (38% gegenüber 33% beim Geburtsjahrgang 1951-1960 und 30% beim Geburtsjahrgang 1961-1970).

Zentrale Ergebnisse sind:

• 59% der Professorinnen haben Kinder, wobei diese mehrheitlich älter als 14 Jahre sind, 12% pflegen Angehörige.

• Fast zwei Drittel der Befragten benötigen nicht mehr als 90 Minuten für den Arbeitsweg (Hin- und Rückweg), 22% be -
nötigen nur 30 Minuten. Zwei Drittel der Befragten sind keine Wochendpendlerinnen.

• Die Befragten gaben an, in der Vorlesungszeit (WiSe 04/05) wöchentlich 49 Stunden gearbeitet zu haben. Alle arbeiteten
auch in der vorlesungsfreien Zeit, und zwar durchschnittlich 5 ½ Wochen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 35 Stunden.

• Mehr als die Hälfte der Arbeitzeit wird durchschnittlich durch Lehraufgaben gebunden, knapp ein Viertel durch Gremientätigkeiten,
etwa 13% durch Forschung.

• Im Durchschnitt werden 4% des Gesamtarbeitsvolumens für Arbeitsaufgaben außerhalb der Fachhochschule aufgewendet.

• 14% sind mit reduziertem Lehrdeputat tätig; Lehrentlastungen erhalten die Befragten vor allem für Gremientätigkeiten und
sonstiges, jedoch nur in einem Viertel der Fälle für Forschungstätigkeiten.

• Die deutliche Mehrheit ist mit der Arbeitsituation in der Lehre zufrieden, eher unzufrieden sind die Professorinnen mit ihrer
Arbeitsituation im Bereich der Verwaltung und der Forschung.

• Die deutliche Mehrheit würde den eigenen Beruf wieder wählen, für 91% der Befragten trifft dies voll/eher zu.

• Mehr als ein Drittel der Befragten fühlt sich durch das eigene Arbeitsvolumen belastet, ein weiteres gutes Drittel fühlt sich
nicht belastet, etwa ein Viertel fühlt sich manchmal belastet.

• Am Ende eines Arbeitstages fühlt sich die Hälfte der Befragten sehr erschöpft, für ein gutes Drittel trifft dies manchmal zu.

• Etwa zwei Drittel der Befragten haben nicht genügend Zeit für den wissenschaftlich-kollegialen Austausch.
Finanzierung, FördermittelgFFZ - Gemeinsames Frauenforschungszentrum der Hessischen Fachhochschulen, Frankfurt am Main
Laufzeit12/2004-09/2005
Veröffentlichungen im Zusammenhang mit diesem ForschungsprojektEine Publikation ist in Vorbereitung
KontaktgFFZ
Frankfurt University of Applied Sciences
Nibelungenplatz 1
D-60318 Frankfurt am Main
info@gffz.de
www.gffz.de