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TitelBewegungsparcours für Jung und Alt - eine empirische Untersuchung der Nutzung
Name der ForscherInnenProf. Dr. Ing. Grit Hottenträger
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)Hochschule RheinMain, Fb Geisenheim / Landschaftsarchitektur
KooperationspartnerZuständige Ämter der Städte Nürnberg und Warburg
MitarbeiterInnenDipl. Ing. (FH) Annina Kreißl
StichworteGenderdifferenzierte Freiraumnutzung, Bewegungsparcours, Fitnessparcours, ältere Frauen und Männer, Seniorinnen und Senioren
KurzbeschreibungVor ca. 5 Jahren wurden die ersten Fitnessparcours (anfangs auch als „Seniorenspielplätze“ tituliert) in öffentlichen Grünflächen in Deutschland geschaffen. Sie sollen vor allem ältere Menschen motivieren Sport zu treiben und damit der Gesundheitsprävention dienen. Auch das Thema „Jung und Alt“ war bereits in den Anfängen vorhanden und so wurden u.a. auch generationsübergreifende Angebote konzipiert. Erste Untersuchungen (Hottenträger 2008 und 2009) ergaben, dass die Akzeptanz der Parcours durch ältere Frauen und Männer abhängig ist von Gerätetypen, Umfeldgestaltung und Standorten. Der Typ von Parcours, der für Jung und Alt, Kinder und Erwachsene gemeinsam funktionieren sollte, wurde bei dieser ersten „Generation“ von Bewegungsparcours jedoch von älteren Menschen überhaupt nicht angenommen. 

In der Folge entstanden neue Gestaltungsansätze, die das Thema „Jung und Alt“ weiterentwickelten und zudem das intergenerative Bewegungsspiel fördern sollen. Dieser Ansatz wurde 2010 anhand von zwei Fallbeispielen untersucht. Ein Beispiel befindet sich in Nürnberg Langwasser, eines in Warburg (NRW). In beiden Fällen sind Bewegungs- und Fitnessgeräte mit „Spielgeräten“, wie z.B. Schaukeln, Balancierangeboten oder auch Spieltischen, kombiniert.

Die Fragestellung war wiederum: welche Altersgruppe und welches Geschlecht nutzen die Anlagen? Findet intergeneratives Spielen statt? Welchen Einfluss haben Standort, Gestaltung und Gerätetypen auf die Zielgruppe? Also planungswissenschaftliche Fragestellungen, die für die Praxis der Landschaftsarchitektur ebenso wie für die kommunale Planung Relevanz haben.

Die Nutzung der beiden Parcours wurde empirisch vor Ort untersucht. Neben Nutzungskartierungen, Zählungen und teilnehmenden Beobachtungen wurden Interviews mit Nutzerinnen und Nutzern durchgeführt und sog. Experten befragt.

Diese „zweite Generation“ von „Bewegungsparcours für Jung und Alt“ kristallisierte sich als neuer und damit vierter Typ von Outdoor-Parcours heraus. Neu ist, dass manche der Angebote tatsächlich sowohl Kinder wie Erwachsene, Eltern und auch mal Großeltern, motivieren sich zu bewegen und zum Teil sogar das gemeinsame intergenerative Spiel stattfindet. Darüber hinaus wurden bisherige Ergebnisse bezüglich Gerätetypen, Zielgruppen etc. bestätigt.

Finanzierung, FördermittelZentralmittel der Hochschule RheinMain; eigene Mittel aus dem sog. „Erfolgsbudget“
LaufzeitMärz - Dezember 2010
Veröffentlichungen im Zusammenhang mit diesem ForschungsprojektEs liegt ein ausführlicher Bericht zu den Untersuchungen vor, der erhältlich ist und auf die homepage der Hochschule gestellt werden soll.

Geplant für 2011: Veröffentlichungen in Fachzeitschriften

KontaktProf. Dr. Ing. Grit Hottenträger
Hochschule RheinMain
Fb Geisenheim
Rüdesheimer Straße 5
D-65366 Geisenheim
grit.hottentraeger@hs-rm.de