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TitelIntegrationsperspektiven in peripheren Klein- und Mittelstädten
Name der ForscherInnenProf. Dr. habil. Monika Alisch
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)Hochschule Fulda, FB Sozialwesen
KooperationspartnerProf. Dr. Michael May, Hochschule RheinMain, FB Sozialwesen
MitarbeiterInnenAgnes Happel, Jutta Zinnen, Robert Zwickle, Martina Berger, Katja Volkenant, Emanuel Kileo (Studierende des Masterstudiengangs“ Soziale Arbeit – Sozialraumentwicklung und -organisation (maps)“
StichworteIntegration, Partizipation, Migration, Sozialraumorganisation, Lehrforschung
KurzbeschreibungForschungsfrage:
Die sozialwissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Debatten um Zuwanderung in Deutschland haben sich lange mit der meist konflikthaften Situation der Zuwanderung und Integration in den Großstädten und Ballungszentren befasst. Dennoch ist auch der eher ländliche Raum mit kleinen und mittleren Städten im Zentrum, längst zum Wohnort von zugewanderten Familien geworden, insbesondere die AussiedlerInnen aus den ehemaligen sowjetischen Ländern sind durch Zuweisungen auch uns gerade jenseits der Großstädte untergebracht worden. Aber auch andere ethnische Bevölkerungsgruppen, sind in kleineren Städten ganz anderen Pro-zessen der Vergemeinschaftung, der Selbstorganisation und Ausgrenzung ausgesetzt, als in Großstädten mit einer dichten sozialen Infrastruktur. Zu berücksichtigen ist auch, dass Integration eine Querschnittsaufgabe darstellt, die nicht zu den kommunalen Aufgaben gehört, jedoch genau hier bewältigt werden muss.
Ziele:
Ermittlung der tatsächlichen Bedürfnisse und Interessen von MigrantInnen in Klein- und Mittelstädten insb. im ländlichen Raum anhand partizipativer Methoden, die geschlechts- und sozialisationsspezifische Unterschiede ebenso berücksichtigen wie Aspekte der sozialen Lage.

Methoden:
Durchgeführt werden Zukunftswerkstätten an acht Standorten unterschiedlicher sozialräumlicher Struktur und regionaler Einbettung. Die drei Phasen der Zukunftswerkstatt (Kritik-, Utopie- und Realisierung) werden in ein- bis zwei Halbtagesseminaren vor Ort umgesetzt, moderiert und dokumentiert.
Mit Hilfe der dokumentarischen Methode werden die Interessensorientierungen in Bezug auf das (Zusammen)leben am Ort und deren Begründungszusammenhänge herausgearbeitet.
Diese Binnenperspektive der Zuwanderer zu den Barrieren und Ressourcen ihrer Alltagsbewältigung in peripheren regionalen Kontexten werden jeweils zu den Per-spektiven der kommunalen und regionalen Institutionen in Beziehung gesetzt, die anhand von Dokumentenanalyse, strukturierten Beobachtungen und leitfadengestützten Interviews ermittelt werden.
Finanzierung, FördermittelEigenmittel der Hochschulen
Laufzeit3/2009 – 2/2011
Veröffentlichungen im Zusammenhang mit diesem ForschungsprojektIn Vorbereitung: Integration in Klein- und Mittelstädten; Band 6 der Reihe „Beiträge zur Sozialraumforschung“  (Herbst 2011)
KontaktProf. Dr. habil. Monika Alisch
Hochschule Fulda
FB Sozialwesen
Marquardstraße 35
D-36039 Fulda
monika.alisch@sw.hs-fulda.de