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TitelMänner, die pflegen: Eine Studie zur gender-konstruierten Angehörigenpflege männlicher „Pflegepioniere“
Namen der ForscherInnenProf. Dr. Manfred Langehennig
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)Frankfurt University of Applied Sciences, Fb 4 Soziale Arbeit und Gesundheit
KooperationspartnerDr. Margit Göttert gffZ gemeinsames Frauenforschungszentrum der Hess. Fachhochschulen
MitarbeiterInnenErna Dosch, Sybille Vogl, Allessandro Azzolino
StichwortePflege, Männer, Pflegende Angehörige, Männerforschung, Gender
Kurzbeschreibung Die noch bis Januar 2010 andauernde Studie wird einen Beitrag leisten zur Diskussion um eine gender-konstruierte Angehörigenpflege: Im Brennpunkt sozial- und gender-politischer Interessen stehen dort neue Konzepte der Unterstützung pflegender Angehöriger, und zwar mit dem Fokus auf eine gleichgewichtige Verteilung der Lasten und Ressourcen zwischen den Geschlechtern.

Die Forschungsstrategie der Grounded Theory und die Methodologie biografisch-narrativer Interviews kombinierend werden ungefähr 45 weitgehend „offene“ Interviews mit häuslich pflegenden Ehemänner und Söhnen durchgeführt. Diese narrativen Interviews umfassen zusätzlich einen problemzentrierten Nachfrageteil. Es wird vorausgesetzt, dass die Interviewpartner als „Hauptpflegeperson“ dauerhaft den Großteil der privat erbrachten bzw. beigesteuerten pflegerischen Versorgung übernehmen und dass die pflegebedürftigen Personen Leistungen der Pflegeversicherung beziehen. Allerdings sollen Männer nicht ausgeschlossen werden, die als Hauptpflegeperson einen hilfebedürftigen demenzkranken Menschen betreuen, dessen Versorgungsaufwand nicht den Kriterien der Pflegeversicherung entspricht. Die Probanten sollen im Rhein-Main-Gebiet mit Hilfe von „Türöffnern“ (Ärzte, Kirchen, Pflegestationen u.a.) kontaktiert und für die Studie gewonnen werden.

Die Datenauswertung stützt sich vor allem auf Verfahren der Narrationsanalyse und der Dokumentarischen Methode der Interpretation. Sowohl die spezifischen Kompetenzen und Ressourcen, aber auch die besonderen Hilfe- und Unterstützungsbedarfe pflegender Männer sollen so empirisch fundiert herausgearbeitet werden. Basierend auf den gewonnenen Einsichten sollen Empfehlungen sowohl für eine ressourcenorientierte Sozialplanung als auch für eine geschlechtersensible soziale Praxis formuliert werden. Die Ergebnisse und Einsichten werden in weiteren Kooperationszusammenhängen dazu verwandt, gender-sensible Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige zu entwickeln und differenzierte Beratungs- und Gruppenangebote im Rahmen von Praxisprojekten zu erproben.
Finanzierung, FördermittelHessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Zuwendung aus Landesmitteln in Höhe von 27.615,40 EUR
Laufzeit15.07.2008 bis 15.01.2010
Veröffentlichungen im Zusammenhang mit diesem ForschungsprojektLangehennig, Manfred: Männer in der häuslichen Angehörigenpflege. Forschungsbefunde, Forschungsartefakte, Forschungsperspektiven. In. Jansen, Mechthild M. (Hg.), Pflegende und sorgende Frauen und Männer. (Hessische Landeszentrale für politische Bildung: POLIS 49) Seite 43 - 58
Kontakt Prof. Dr. Manfred Langehennig
Frankfurt University of Applied Sciences
Fachbereich 4 (Soziale Arbeit und Gesundheit)
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt/Main
langehennig@t-online.de