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TitelMixed Leadership: Mit Frauen in die Führung.
Namen der ForscherInnenProf. Dr. Marlies W. Fröse
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)EFH Darmstadt
KooperationspartnerProf. Dr. Astrid Szebel-Habig, FH Aschaffenburg
MitarbeiterInnenSusanne Flath (Absolventin des Masterstudienganges Management in Social Organisations der EFH Darmstadt), Martina Noltemeier (Journalistin)
StichworteMixed Leadership, Frauen in Führungspositionen, Gender Mainstreaming, Gerechtigkeit
KurzbeschreibungForschungsfragen: Wie kann Führung und Leitung im Kontext der anstehenden gesellschaftlichen Transformationen anders gestaltet werden? Was braucht es an Qualitäten für Mixed Leadership?

Forschungsmethode: Weiterführende Theorieproduktion zu Gender, Diversity und Management/ Erfassung von Best-Practice Unternehmen

Die aus dieser Forschung entstandene Publikation (s.u.) stellt neue theoretische An-sätze zum Thema Mixed Leadership vor.

Marlies W. Fröse diskutiert in Ihrem Beitrag „Mixed Leadership: Presencing Gender in Organisations“ zu erwartende Transformationen im Kontext Mixed Leadership. Ast-rid Szebel-Habig erläutert in ihrem Beitrag „Mixed Leadership, eine Nutzen/Kosten-Betrachtung“ die signifikanten Veränderungen struktureller Rahmenbedingungen un-serer Gesellschaft als wichtige Signale einer künftig stärkeren Positionierung von Frau in Führungspositionen. Désirée H. Ladwig und Michel E. Domsch beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit dem Zuwachs weiblicher Positionsmacht durch Qualitäts- und Prozessmanagement. Sonja Bischoff geht der Frage nach: Werden in Zukunft mehr Frauen als bisher in die Top-Positionen gelangen? Welche Faktoren behindern die Karriere von Frauen und welche fördern sie? Differenzierte Blicke in die derzeiti-ge Realität relativieren die Aussage, dass ein neuer Typ von Frau Macht in der Wirt-schaft übernehmen wird. Bettina Daser und Rolf Haubl geben einen Einblick in ihre Studien zur Nachfolge in Familienunternehmen. Sie gehen den Gründen nach, wa-rum die Töchter mit gleicher oder sogar besserer Qualifikation häufig nicht als erste Wahl bei einem Generationenwechsel gelten. Daniela Rastetter und Christiane Jüng-ling setzen sich in ihrem Beitrag: „Machtpolitik oder Männerbünde?“ mit den Widerständen gegenüber einer gleichberechtigten Integration von Frauen im Management auseinander. Annemarie Bauer und Katharina Gröning betrachten Geschlechterkon-flikte und Geschlechterkonstruktionen von Frauen in Führungspositionen aus der Perspektive der Supervision. Die heutigen Arbeitsbedingungen in Organisationen werden kritisch analysiert und insbesondere die Zunahme der Anforderungen an weibliche Führungskräfte anhand von drei Erfahrungsberichten problematisiert. Cor-nelia Edding rät in ihrem Beitrag „Die gute Herrschaft – Führungsfrauen und ihr Bild der Organisation“ zu einer gesellschaftsrelevanten Sichtweise von Führungskräften in Organisationen, damit Frauen ihre „guten“ Interessen mit dem Einsatz persönlicher Macht besser durchsetzen können. Susanne Flath präsentiert ausgewählte Ergeb-nisse ihrer Interviews mit sechs Frauen in herausragenden Führungspositionen in Deutschland in der Studie „Biografische Wege von Frauen in Führungspositionen“ und entdeckt trotz des individuellen Werdegangs jeder Einzelnen viele Gemeinsam-keiten, die zu einem Gruppenbild zusammengefügt werden.

Der zweite Teil stellt die Erfahrungen und Erkenntnisse aus Gesellschaft und Wirt-schaft in den Mittelpunkt: Ellen Ueberschär vermittelt in ihrem Beitrag „Frauen in der Führung der Kirche – das Unmögliche ist möglich“ einen Einblick in die Führungs-strukturen der Evangelischen Kirche, die sich nicht vom gesamtgesellschaftlichen Trend unterscheiden. Es werden insbesondere die Problematiken des Pfarrerberufs für Frauen aufgezeigt und Maßnahmen zur Gleichstellung vorgeschlagen. Hanna Zapp reflektiert in ihrem Beitrag „Frauen in Führungspositionen der Kirche: Erfahrungen, Thesen, Themen zum Mitdenken, Querdenken und Weiterdenken“ die verschie-denen Aspekte einer gendersensiblen Wahrnehmung von Frauen- und Männerrollen unter dem Aspekt des Machterwerbs und -erhalts in einer Organisation und definiert Geschlechtergerechtigkeit als ein wichtiges Zukunftsthema der Kirche. Eva-Maria Roer, die Initiatorin des Total E-Quality Prädikats, wird als rebellische Unternehmerin und ungewöhnliche Frau in einem Interview portraitiert. Elke Benning-Rohnke und Achim Rohnke befinden sich beide in bedeutenden Führungspositionen. Sie berichten in dem Interview „Moderne Partnerschaft und Führungsverständnis“, wie sie es schafften, ihre Karrieren mit dem Anspruch auf ein glückliches Familienleben zu ver-binden. René Mägli stellt seit zehn Jahren in seiner Firma MSC Agency AG Basel, der zweitgrößten Container-Frachtreederei der Welt, nur noch Frauen ein. In seinem Beitrag „Warum Frauen erfolgreich Führungspositionen besetzen. Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Praxis“ nennt er die Gründe für seine ungewöhnliche Einstel-lungspolitik. Monika Schulz-Strelow und Jutta von Falkenhausen geben in ihrem Auf-satz „Mehr Frauen in die Aufsichtsräte“ die aktuelle und rechtliche Situation der weib-lichen Präsenz in den Kontrollorganen deutscher und europäischer Unternehmen wieder. Die Initiative FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V. wie auch die Gremien-arbeit zweier erfolgreicher Aufsichtsrätinnen werden praxisnah vorgestellt. Thomas Barann und Petra Dick geben anhand des Projektes „Frauen im Management“ einen fundierten Einblick in die Karriereförderung für Frauen im Gothaer Konzern. Anhand von drei Teilprojekten: „Rekrutierung und Entwicklung“, „Mentoring Programm“ und „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ soll die Bindung qualifizierter Mitarbeiter/innen und die Managementnachfolge sichergestellt werden. Monika Rühl betrachtet die personalpolitischen Herausforderungen von Diversity Management in Krisenzeiten in ihrem Beitrag „Konjunkturabhängigkeit für Etablierung, Entwicklung oder Reduzie-rung von Chancengleichheit“. Simone Siebeke vermittelt Karrieretipps: „PVCM – Die praxisnahe Erfolgsformel“. Sie nennt als wesentliche Karriere-Voraussetzungen Per-formance (P), Visibility (V), Communication (C) und Mindset (M). Heiner Thorborg stellt in seinem Aufsatz „Frauen in Deutschland: Wo bleibt die neue CEO Generati-on?“ seine Initiative Generation CEO vor mit dem Ziel, mehr Frauen in DAX-Vorstände zu bringen. Eric Strutz und Barbara David reflektieren in ihrem Beitrag „Chancengleichheit als Chance des Unternehmens begreifen“ die bisherige Entwicklung des Frauenbildes bei der Commerzbank. Florian Schleicher analysiert in seinem Beitrag Frauen in Führungspositionen aus Sicht der Firma Hoppenstedt. Gertraude Krell diskutiert im letzten Beitrag „Zum Schluss: Gleichstellungspolitische Impressionen“ die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Konzepte Diversity Mana-gement (DiM) und Gender Mainstreaming (GM) und ihre möglichen Relationen zu-einander.
Finanzierung, FördermittelForschungszentrum der EFH; Hochschule Fribourg (Schweiz); Hochschule Luzern (Schweiz); Landeskonferenz der Frauenbeauftragten in Bayern
Laufzeit15 Monate
KontaktProf. Dr. Marlies W. Fröse
EFH Darmstadt
Leiterin des Masterstudienganges Management in Social Organisations
Zweifalltorweg 12
D-64293 Darmstadt
Tel.: 06151 879847
froese@efh-darmstadt.de