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TitelGeschlechterdifferenzierte Nutzung von Spielräumen - Bausteine für eine mädchenfördernde Spielraumplanung
Name der ForscherInnenProf. Dr. Grit Hottenträger
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)Fachhochschule Wiesbaden, Fachbereich Gartenbau und Landschaftsarchitektur
StichworteSpielraumplanung, naturnahe Spielplätze, Mädchenspielplätze, Mädchen und raumgreifende Spiele, Schulhöfe; Verdrängungen, Sicherheit, Hinweise für mädchenfördernde Freiraumplanung, Partizipation
KurzbeschreibungUnter dem Titel 'Geschlechterdifferenzierte Nutzung von Spielräumen ? Bausteine für eine mädchenfördernde Spielraumplanung' wurden seit 2002 verschiedene Forschungsvorhaben und Studien durchgeführt: 2002 wurden aktuelle Tendenzen in der Spielraumplanung aufgegriffen und sowohl 'naturnahe Spielplätze' wie auch 'Mädchenspielplätze' hinsichtlich ihrer Nutzung durch Mädchen (und Jungen) zwischen 6 und 12/14 Jahren untersucht. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Nutzung von Spielräumen durch Mädchen sehr sensiblen Mechanismen unterliegt. Vor allem die Aspekte räumliche und soziale Sicherheit spielen eine ausschlaggebende Rolle, ob Spielräume von Mädchen überhaupt angenommen werden. Darüber hinaus sind geschlechtsdifferenzierte Spielpräferenzen zu beobachten. Qualifizierte Freiraum- und auch Stadtplanung kann diesen mädchenfördernden Aspekten Rechnung tragen. Des weiteren wurden 2003 zwei Studien zur Thematik durchgeführt: In Frankfurt am Main wurden 2003 erstmalig Parkwächter eingesetzt und es konnten vergleichend mit der vorjährigen Untersuchung Nutzungsuntersuchungen im Günthersburgpark durchgeführt werden. Sie belegen u.a. dass die Anwesenheit von Parkwächtern bzw. auch des Ordnungsdienstes wesentlich zu einem positiven Gefühl von Sicherheit bei Mädchen und auch bei Kleinkinder betreuenden Müttern beitragen. Die zweite Studie umfasste eine begleitende Untersuchung bei einem Partizipationsprojekt des Ministerium für Kultur, Jugend, Familie und Frauen, Rheinland-Pfalz (Leitstelle für Partizipation) und des Bundes Deutscher Pfadfinder mit Kindern in Spabrücken/ Rheinland-Pfalz. Sie bestätigte bisherige Ergebnisse. Zur Zeit läuft ein Forschungsprojekt, das einen weiteren 'Baustein' aufgreift, nämlich Schulhöfe und deren geschlechtsdifferenzierte Nutzung als öffentliche Spielplätze an Nachmittagen. Arbeitsthese ist, dass Schulhöfe als 'halböffentliche' Räume für Mädchen (6-12 Jahre) mehr 'Sicherheit' bieten als öffentliche Spielräume und Mädchen dadurch ein erweitertes Verhaltensspektrum und mehr Spielchancen ermöglichen.
Finanzierung, FördermittelInterne Forschungsmittel der Fachhochschule Wiesbaden, Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main, Ministerium für Kultur, Jugend, Familie und Frauen, Rheinland-Pfalz, Leitstelle für Partizipation Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, For
Laufzeit5/2004-12/2004
Veröffentlichungen im Zusammenhang mit diesem ForschungsprojektGrit Hottenträger: Naturnahe Spielplätze und ihre Nutzung durch Mädchen. In: Göttert, Margit und Karin Walser (Hg.): Gender und soziale Praxis. Werkstattberichte des GFFZ. Königstein/Taunus 2002, S.428-434 Grit Hottenträger: Aktuelle Tendenzen in der Spielraumplanung. Bausteine für mädchenfördernde Spielräume. In: FH Wiesbaden (Hg.) Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung 2000-2002. S.26-33, Wiesbaden, 2003 z.Zt. in Vorbereitung: Grit Hottenträger: Aktuelle Tendenzen in der Spielraumplanung ? neue Chancen für Mädchen? Tagungsbericht 'Mädchen ? Raum ? Bewegung', Okt. 2003 in Wien. Veranstalter: Wirbel e.V. und das Frauenreferat der Stadt Wien. Veröffentlichung geplant für 2005: Ergebnisse des laufenden Projektes im Forschungsbericht der FH Wiesbaden
KontaktProf. Dr. Grit Hottenträger
FH Wiesbaden
Von-Lade-Str. 1
D-65366 Geisenheim