Hinweise zur Tagung "Gender in die Lehre der Ingenieurwissenschaften" finden Sie hier.


Titel:Fachspezifische Gender-Fortbildungen für Lehrende der Ingenieurwissenschaften an Hochschulen und Universitäten (GenderFoLI)
Name der Forscherinnen:Dr. Elke Schüller, Janina Hirth, Dr. Anna Voigt, Dr. Margit Göttert (Leitung)
Institution, an der die Forschung durchgeführt wird:gFFZ
Stichworte:Gender, Diversity, Hochschullehre, MINT-Fächer, Fortbildung, Ingenieurwissenschaften
Kurzbeschreibung:Im Rahmen des Modellprojekts „GenderFoLI“ sollen Fortbildungen für Multiplikator_innen (Lehrende in den Ingenieurwissenschaften an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und an Universitäten) konzipiert werden, die sie motivieren und befähigen, hochschuldidaktische Genderkompetenz und Genderwissen in ihre Lehre zu implementieren und ihren eigenen Beitrag zur Fachkultur zu reflektieren. Die Fortbildungen sollen in Form von Workshops durchgeführt werden. Innovativ daran ist die Einbindung aktueller Erkenntnisse der Genderforschung und hochschuldidaktischer Entwicklungen (z.B. Gender Toolboxes) in ein Fortbildungsangebot speziell für Lehrende der Ingenieurwissenschaften, das an deren Erfahrungen und Interessen anknüpft und sie in ihrem Expert_innenstatus für ihr jeweiliges Fach ernst nimmt. Angeknüpft werden soll dabei an die gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Industrie 4.0, die bereits jetzt für die Ingenieurwissenschaften viele aktuelle Fragen aufwerfen. In den Workshops sollen Erkenntnisse der Gender Studies für die ingenieurwissenschaftliche Hochschuldidaktik und Lehrplanung reflektiert, bedarfsgerecht modifiziert und modellhaft implementiert werden. Langfristiges Ziel ist es, androzentrische Fachkulturen zu überwinden, um mehr Frauen für die Ingenieurwissenschaften zu gewinnen und Drop Outs während des Studiums zu verhindern. Flankiert werden die Workshops durch eine Auftakt- und eine Abschlusstagung mit Expert_innen der Gender Studies und der Technikwissenschaften. Diese Workshops dienen der Diskussion und Vermittlung des Konzepts, der Vernetzung, der Evaluation und der Ergebnispräsentation. Außerdem soll ein Expert_innenbeirat und ein Netzwerk von kooperativen Gatekeepern gebildet werden, die zum einen das Projekt kritisch begleiten und zum anderen Kontakte zu Lehrenden und zu den Fachdisziplinen herstellen können. Das Projekt geht von der durch einschlägige Studien gestützten Erkenntnis aus, dass es für die innovative Forschung und Entwicklung der Zukunft entscheidend ist, dass Lehrende der Ingenieurwissenschaften Genderaspekte mitdenken und in der Lage sind, sie in ihrem jeweiligen Fachgebiet anzuwenden. Indem sie die Heterogenität der Studierenden als Chance sehen und sie als Innovations- und Gestaltungsfaktor begreifen, werden sie noch mehr in die Lage versetzt, zukunftsfähige Lehre zu gestalten.

Pressemitteilung
Finanzierung, Fördermittel:BMBF, Förderbereich „Strategien zur Durchsetzung von Chancengerechtigkeit für Frauen in Bildung und Forschung“ („Erfolg mit MINT – Neue Chancen für Frauen“) des BMBF
Laufzeit:           02/2018-01/2021 02/2018-01/2021
Kontakt: schueller.e@gffz.de, voigt.a@gffz.de