Lehrmethoden

Lehrmethoden, die die Diversität von Studierenden, ihre unterschiedlichen Vorkenntnisse, Verhaltensmuster, Zugänge, Lernwege, Kompetenzen, habituelle Unterschiede und anderes berücksichtigen, tragen dazu bei, dass ihre Lernerfolge größer sind und dass weniger ihr Studium abbrechen müssen. Statt den einen „Typen“ herauszufiltern, der zu bestehenden Fachkultur am besten passt, fördert eine gender- und diversitysensible Lehre unterschiedlichste Persönlichkeiten und Zugangswege zur Informatik und trägt damit zu besseren und innovativeren Lösungen bei.

In scheinbarem Widerspruch dazu steht die Einrichtung monoedukativer Studiengänge oder Studieneingangsphasen an einigen Hochschulen. Sie basieren auf der Erkenntnis, dass es in gemischten Lehreinheiten durch Dominanzverhalten der männlichen Studierenden, durch fortgesetztes „Doing Gender“ und die Persistenz von Stereotypisierungen zu einer dauerhaften Entmutigung von Frauen und einem „Verdrängungswettbewerb“ kommt, in dem viele Frauen kein ausreichendes fachliches Selbstbewusstsein entwickeln können, schneller resignieren und ihr Studium abbrechen. In monoedukativen Studiengängen können dagegen Erfolg, Misserfolg und Verhalten nicht anhand des Geschlechts interpretiert werden.

In Deutschland werden derzeit drei monoedukative „Frauenstudiengänge“ im Informatik-Bereich angeboten: