
Prof. Hande Birkalan-Gedik, Yeditepe Universität, Fachbereich Soziologie und Anthropologie
Fachhochschule Frankfurt am Main, 25.01.2012, 18-20 Uhr, Raum 262, Gebäude 2
Feminismus und Frauen- und Genderstudien in der Türkei
In diesem Vortrag werde ich die kurze Geschichte des Feminismus in der Türkei anreißen und im Anschluss in die Diskussion über Frauen- und Genderstudien im akademischen Umfeld einsteigen. Die Frauenbewegung in der Türkei kann bis in die osmanische Zeit zurückdatiert werden, in der viele verschiedene Gruppen aufeinander trafen, Frauen zu repräsentieren. In ihren Agendas suchten sie nach Lösungen, den Status von Frauen zu verbessern. Die "Traditionalistinnen" wie auch die "Progressiven" behaupteten beiderseits, dass sie jeweils die beste Lösung für die Frauenfrage bereithielten. Später dann zu republikanischen Zeiten entstand ein staatlicher Feminismus: Damit ist staatliches Eingreifen in Bezug auf die "Frauenfrage" gemeint. Der Staatsstreich von 1980 brachte viele einschneidende politische Veränderungen mit sich, dafür wurde auch das Agieren der Linken sichtbar in einer zweiten Welle der türkischen Frauenbewegung. In den 1990ern wurde Feminismus als Disziplin ausdifferenziert, viele Frauen- und Genderstudien und -programme wurden auf den Weg gebracht. Heute ist feministisches Denken hoch differenziert und beherbergt verschiedene Ansätze wie Queerstudien, Geschlechter- und Sexualitätsstudien bis hin zu Forschungen über die ungleiche Bezahlung von Frauen in der Erwerbsarbeit, zu Gewalt, Homophobie und viele mehr. Und während im akademischen Bereich einige Abteilungen aus dem Gebiet der Frauenstudien ein umfassendes und tiefes Verständnis von Feminismus haben, tragen andere diesen Ansatz nicht und Frauenstudien werden zur Ausübung von Macht und Hegemonie angewendet.
für eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in der
Evangelischen Hochschule Darmstadt
Bewerbungsfrist: 03.02.2012.
Näheres finden Sie hier.
Das neue Programm des Kolloquiums Frauen- und Geschlechterforschung an hessischen Hochschulen für das Wintersemester 2011/12 ist fertig. Es erwarten Sie elf interessante öffentliche Vorträge an verschiedenen Hochschulstandorten.
Referentinnen und Referenten sind diesmal Prof. Dr. Margitta Kunert-Zier, Prof. Dr. Regina Dackweiler, Prof. Dr. Walter Hanesch, Prof. Dr. Ute Straub, Dr. Jocelyn Hermoso, Prof. Dr. Daphne Hahn, Prof. Dr. Ulrike Schmauch, Prof. Dr. Achim Schröder, Dr. Uta Schirmer, Prof. Dr. Michael May und Prof. Dr. Lotte Rose.
Hier ist das Programm einsehbar.
Hier können sie es als PDF herunterladen.
Am 22.09.2011 veranstalteten die TH Mittelhessen und das gFFZ die Tagung „Mehr Studentinnen für MINT“ in Gießen. Die Folien zu den einzelnen Vorträgen können jetzt hier eingesehen werden.
Auch die Zahlen des Gendermonitors sind aktualisiert mit den Studierendenzahlen des Sommersemesters 2011.
Die Tagung „Mehr Männer in die soziale Arbeit!?“ vom 24.06.2011 an der Fachhochschule Frankfurt am Main bot sehr konstruktive Diskurse und eine Fülle an interessanten Beiträgen zum Thema.
Derzeit können die Folien von einem Teil der Vorträge der Tagung hier eingesehen werden.
Ein Interview mit Lotte Rose zu dem Thema ist in der Frankfurter Neuen Presse erschienen:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/jungen-sind-die-verlierer_rmn01.c.9062829.de.html
Die Jubiläumsfeier zum 10jährigen Bestehen des gFFZ fand am 18.05.2011 in sehr angenehmer und angeregter Atmosphäre im Haus am Dom in Frankfurt am Main statt.
Dazu trugen in großem Maße die Grußworte und Festvorträge bei.
Drei der Vorträge – von Prof. Dr Ute Gerhard, Prof. Dr. Maria Bitzan und Dr. Margit Göttert – können Sie hier einsehen.
Tagung
Zu der Tagung Grenzverletzungen. Institutionelle Mittäterschaft in Institutionen der Sozialen Arbeit ist im Juni 2011 im Fachhochschulverlag Frankfurt am Main ein gleichnamiges Buch erschienen, das vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt am Main herausgegeben wird. Es versammelt die Vorträge der Tagung in einem Band.
Preis: 18,00 ISBN: 978-3-940087-84-3. Mehr Informationen hier.
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