Gender und studentische Auslandsmobilität

Dass es europaweit mehr junge Frauen als Männer zum Studium oder Praktikum ins Ausland
zieht, ist eine Tatsache, die bislang kaum analysiert worden ist.

Im Projekt „Gender und studentische Auslandsmobilität“ wurde der Versuch unternommen, sich den Geschlechterdifferenzen über eine Untersuchung der Beweggründe für einen Auslandsaufenthalt zu nähern. Im Zentrum stand die Frage, ob es für Frauen und Männer der hessischen Fachhochschulen unterschiedliche Motive für die Auslandsmobilität gibt, die eine Erklärung für die Geschlechterdifferenz bieten könnten.

Das Projekt gliederte sich in drei Phasen, in denen unterschiedliche empirische Zugänge zum Thema gewählt wurden:

Zunächst wurden die "Letters of Motivation", die für die Bewerbung um ein Praktikumsstipendium im Rahmen des LEONARDO-Programms zu erstellen sind, inhaltsanalytisch ausgewertet.
Die zweite Phase bestand in der Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews mit Studierenden, die ein oder mehrere Auslandssemester realisiert hatten.
In einer dritten Phase wurden MitarbeiterInnen der Akademischen Auslandsämter der hessischen Fachhochschulen befragt, um aus dieser Perspektive mobilitätshemmende und -fördernde Faktoren sowie geschlechtsspezifische Unterschiede zu beleuchten. Mit ihren Ergebnissen und Denkanstößen leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zur weiteren Internationalisierung der Hochschulen.

Mitarbeiterinnen und Co-Autorinnen: Mica Wirtz, Tatjana Botzat, Ute Schirmer

Bestellungen bitte unter info@gffz.de.