Wir gratulieren ganz herzlich Teresa Laura Novotny der Hochschule Darmstadt und Karsten Lutz der Hochschule RheinMain zum Erhalt des diesjährigen Henriette-Fürth Preis!

Der Henriette-Fürth-Preis dient der gezielteren Förderung besonders qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Frauen- und Genderforschung an hessischen Hochschulen.

Auch in diesem Jahr wurde der Henriette-Fürth-Preis wieder an zwei Absolvent*innen vergeben: Die Diplomarbeit von Teresa Laura Novotny pli: gendersensibel gestalten der Hochschule Darmstadt sowie die Bachelorarbeit von Karsten Lutz „Mein Körper ist nicht falsch – meine Identität ist es auch nicht!" Hermeneutische Analyse der gemeinsamen Erinnerung an eine F2M Transition“ der Hochschule RheinMain haben in diesem Jahr den Preis des gFFZ (Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen) für ihre Abschlussarbeiten gewonnen.

Die Diplomarbeit wurde von Prof. Dr. Tom Philipps im Studiengang Industriedesign an der Hochschule Darmstadt betreut. Die Bachelor-Thesis wurde von Prof. Dr. Michael May und Steffen Baer des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule RheinMain betreut. Das gFFZ zeichnet damit nicht nur die Absolvent*innen aus, sondern würdigt auch die Arbeit der Betreuenden.

pli: gendersensibel gestalten

Teresa Novotny beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Frage, wie industriell gefertigte Produkte gendersensibel gestaltet werden können und wie somit der Anspruch an ein demokratisches Designverständnis eingelöst werden kann. Am Beispiel des Nassrasierers zeigt sie wie Geschlechterstereotype fortwährend reproduziertwerden und entwirft daraufhin auf Basis einer Online-Befragung einen genderneutralen und nachhaltigen Nassrasierer –den „pli:“.

„Mein Körper ist nicht falsch –meine Identität ist es auch nicht!" Hermeneutische Analyse der gemeinsamen Erinnerung an eine F2M Transition

Karsten Lutz beschäftigt sich in seiner Bachelorthesis mit der Lebensgeschichte einer dem Autor nahestehenden Person, die eine Frau-zu-Mann-Transition durchlebt hat. Dabei wird das Erlebnis dieses Prozesses in seiner institutionellen und professionellen Rahmung reflektiert. Ein hohes theoretisches und gesellschaftspolitisches Niveau zeichnet diese Arbeit außerdem aus. Zudem schafftes Herr Lutz in der Nähe Distanz zu wahren und den Prozess der Erinnerungsarbeit der betroffenen Person dennoch sehr empathisch zu begleiten.