Detailansicht zum Projekt

TitelKinder stärken
Namen der ForscherInnenProf. Dr. Angelika Ehrhardt
Institution, an der die Forschung durchgeführt wurde (Fachhochschule, Fachbereich)Fachhochschule Wiesbaden, Fachbereich Sozialwesen
KooperationspartnerStadt Wiesbaden, Abteilung Kindertagesstätten; Caritas Wiesbaden, Wiesbaden-Rheingau-Taunus; Fachschule für Sozialpädagogik, Wiesbaden; Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Referat IV
StichworteFrüh ansetzende Prävention, Aus- und Fortbildungskonzepte für Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrerinnen und -lehrer
KurzbeschreibungLeitziele:

Ziel des Modellprojektes ist es, ein Fortbildungskonzept für Erzieher/innen zu erarbeiten, das relevante und adäquate Themen, Projekte, Methoden und didaktische Überlegungen systematisch integriert. Modellhaft ist, dass dieses Konzept sowohl der Eigenqualifizierung der pädagogischen Fachkräfte dient als auch zugleich zur Stärkung der Kinder die Erprobung im Kindergartenalltag vorsieht. Intendiert ist die Erweiterung der Kompetenzen des pädagogischen Fachpersonals zu folgenden Themen:

  • Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen
 
  • Konfliktbearbeitung und Regellernen
 
  • interkulturelles Lernen, Umgang mit Individualität und Differenz (Cultural Mainstreaming)
 
  • Partizipation und Entwicklung demokratischer Kultur in Kindergärten
 
  • geschlechtsspezifische Ansätze (Gender Mainstreaming)

 
Handlungskonzept:

Die Fortbildungsreihe wird themenspezifisch-modular angelegt. Im Zentrum der Fortbildung steht entsprechend ein Themenkomplex, der jeweils eingerahmt wird von Fragen des unterstützenden Verhaltens der Erzieher/innen, kinderbezogenen Maßnahmen und Methoden sowie der Umsetzung in den Alltag der Kindertagesstätten. Die Fortbildung wird sieben jeweils dreitägige Module umfassen. Dieses Vorgehen sichert zum einen die Anschlussfähigkeit sowohl an den Fachdiskurs als auch an die Praxis, es bietet zum anderen Zeiträume für Reflexion und Freiräume für eine partizipative Mitgestaltung der Inhalte durch die Teilnehmer/innen.

Parallel zu den Fortbildungsmodulen findet die Übertragung der Fortbildungsinhalte in den Alltag der Kindertagesstätten statt. Die Teilnehmer/innen entwickeln themenspezifische Projekte und setzen die Fachkenntnisse im Umgang mit den Kindern um. Die Erprobung in der Praxis ist Bestandteil der Teilnahmebedingungen für die Fortbildungsreihe.

Ein Teil der Projektaktivitäten besteht darüber hinaus in einer Unterstützung der Elternarbeit, damit einerseits Erziehungsstile und weiterentwickelte pädagogische Konzepte der Erzieherinnen durch das Elternhaus nicht zu sehr konterkariert werden und andererseits Interessen und Bedürfnisse der Eltern einbezogen werden und neue Formen der Zusammenarbeit erprobt werden. Die Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Eltern sind realistisch gesehen begrenzt, im Modellprojekt wird angestrebt, die Transparenz der Pädagogik der Kindertagesstätte zu erhöhen und die Akzeptanz der im Projekt entwickelten Praxiskonzepte durch die Eltern zu fördern und ihre Mitarbeit zu aktivieren.

Cultural Mainstreaming und Gender Mainstreaming sind in allen Bereichen notwendige Querschnittaufgaben.

Cultural Mainstreamining umfasst:

  • Kenntnis des kulturellen Hintergrundes der Kinder
  • Reflexion der eigenen interkulturellen Vorstellungen und (Vor-) Urteilsstrukturen
  • Förderung der "Neugierde" der Kinder auf die unterschiedlichen Lebensstile / Vermittlung von Wissen um kulturelle Unterschiede
  • Förderung von auf Respekt und Achtung beruhenden Interaktionen zwischen Kindern unterschiedlicher Herkunft


Gender Mainstreaming meint:

  • Einschätzung von Fremdenfeindlichkeit und Gewalt als jungentypisches Phänomen;
  • Kritik an unzureichender Jungenförderung; - Aufforderung, Mädchen zu fördern.
  • Reflexion der eigenen Rollenmuster und Rollenerwartungen
  • Erkennen und Fördern der individuellen Fähigkeiten des Kindes jenseits erwarteter Rollenzuschreibung
  • Reflexion und Umgang mit der Tatsache, dass der Elementarbereich eine weibliche Berufsdomäne ist.

 

Erwartete Ergebnisse:

1. Fortbildungskonzept mit einzelnen Modulen

2. Die erarbeiteten Materialien werden der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt; insbesondere Weiterbildung der Fachhochschulen und Universitäten, Fortbildungsträger für den Elementarbereich und Fachschulen für Sozialpädagogik
Laufzeit01.09.2007- 31.08.2010
Kontakt Prof. Dr. Angelika Ehrhardt
Fachhochschule Wiesbaden
Fachbereich Sozialwesen
Kurt-Schumacher Ring 18
65197 Wiesbaden
ehrhardt@sozialwesen.fh-wiesbaden.de
www.sozialwesen.fh-wiesbaden.de