TitelELSA - Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer – Angebote der Beratung und Versorgung
Name der Forscher*inProf. Dr. Daphne Hahn (Koordinatorin des Projektverbundes),
Prof. Dr. Cornelia Helfferich,
Prof. Dr. Maika Böhm,
Prof. Dr. Christine Knaevelsrud,
Prof. Dr. Petra Brzank,
Priv. Doz. Dr. Silvia Krumm
Institution Hochschule Fulda,
Sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen,
Hochschule Merseburg,
Freie Universität Berlin,
Hochschule Nordhausen,
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm
Stichwortemedizinischen Versorgungssituation ungewollt Schwangerer, psychosozialen Beratungs- und Unterstützungsangebot, Qualifizierung der Fachkräfte
FinanzierungRessortforschung im Handlungsfeld Gesundheitsversorgung des Bundesministeriums für Gesundheit
Laufzeit11/2020 - 10/2023
Kontaktdaphne.hahn@pg.hs-fulda.de
Kurzbeschreibung

Das Forschungsvorhaben ELSA will Erkenntnisse zu maßgeblichen Einflussfaktoren auf das Erleben und Verarbeiten einer ungewollten Schwangerschaft, zu den Bedarfen betroffener Frauen und zur medizinischen und psychosozialen Versorgungssituation in Deutschland sammeln. Ziel ist es, wissenschaftliche Daten bereitzustellen, auf deren Basis sich die Versorgung bedarfsgerecht und effektiv weiterentwickeln lässt.
Zur Realisierung des Forschungsvorhabens werden verschiedene Perspektiven berücksichtigt, die durch Befragungen erhoben werden sollen: die Perspektive der ungewollt schwangeren Frauen, der betroffenen Männer sowie die von Berater*innen und Ärzt*innen, Verbänden und Fachgesellschaften. Dafür werden Bedarfe der Frauen aus der jeweiligen Lebenssituation hergeleitet sowie spezifische Gruppen mit besonderen Risiken für ungewollte Schwangerschaften beschrieben, so unter anderem Frauen mit psychischen Belastungen, traumatisierte Frauen, Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen oder Frauen in Gewaltbeziehungen. Das Projekt richtet den Blick zudem darauf, welche (digitalen) Wege es zu psychosozialer Unterstützung und medizinischer Versorgung gibt und welche Profile der Nutzung und Hürden vor der Nutzung sich feststellen lassen.
Durch Befragung von Fach- und Leitungskräften sowie Verbänden und insbesondere von Ärzt*innen, die Abbrüche vornehmen, sollen Daten darüber erhoben werden, welche psychosozialen Versorgungs- und Unterstützungsangebote ungewollt schwangere Frauen bzw. Frauen im Kontext ihrer Entscheidung für das Austragen oder Abbrechen dieser Schwangerschaft (digital) zur Verfügung stehen, wie die medizinische Versorgungssituation zur Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland aussieht (sowohl die regionale Erreichbarkeit als auch die Qualität der Versorgung betreffend) und wie sie sich begründet.