Buchreihe

Die gFFZ-Buchreihe "Geschlechterforschung für die Praxis" erscheint seit 2014 im Verlag Barbara Budrich und ist über diesen erhältlich.

Von 2002 bis 2009 erschien die gFFZ-Buchreihe "Unterschiede: Diversity" im Ulrike Helmer Verlag. Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.

Regina Maria Dackweiler / Alexandra Rau / Reinhild Schäfer (Hrsg.):

Frauen und Armut - Feministische Perspektiven.


Reihe: Geschlechterforschung für die Praxis. Band 5

Warum kann davon gesprochen werden, dass Frauen von Armut überdurchschnittlich betroffen sind? Welche gesellschaftlichen Tiefenstrukturen tragen hierzu bei, obwohl feststeht, dass Frauen aus einer historischen Perspektive betrachtet noch nie über so viele Handlungsspielräume verfügten wie heute, insbesondere hinsichtlich Bildung und Ausbildung und den damit verbundenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt, um ein eigenständiges Erwerbseinkommen zu generieren? Wie konstituieren spezifische Herrschaftsverhältnisse und Differenz(ierungs)achsen unterschiedliche Risiken der Armutsbetroffenheit für Frauen? Und welche theoretischen Zugänge und Perspektiven sind geeignet, um die komplexen Zusammenhänge von Armut und der Subjektposition Frau analytisch fassen zu können? Aus geschlechtertheoretischen Perspektiven analysieren die Autorinnen in den Beiträgen des Sammelbands diese Fragen entlang zentraler, einander ergänzender und sich überschneidender Drehpunkten der Diskussion. In den Blick genommen werden gesellschafts- und armutstheoretische Zugänge, Armutsdiskurse und -politiken, Prozesse des Verwundbar machens sowie Wege in eine neue Gesellschaftlichkeit.



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Eva Tolasch / Rhea Seehaus (Hrsg.):

Mutterschaften sichtbar machen.
Sozial- und kulturwissenschaftliche Beiträge.


Reihe: Geschlechterforschung für die Praxis. Band 4

Während Mutterschaft in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert und im Alltag praktiziert wird, wird sie in der Wissenschaft tendenziell vernachlässigt. Angesichts dieser Tatsache reflektiert der Band Mutterschaften in ihrer kontextuellen Gewordenheit unter Berücksichtigung von politischen, soziokulturellen und historischen Dimensionen. Damit leistet dieser Band einen Beitrag, um die Mutterschaftenforschung in den Sozial- und Kulturwissenschaften empirisch und theoretisch voranzutreiben. Die (un-)gleichen Positionen von Müttern werden in Diskursen und Praxen sichtbar gemacht. Fokussiert werden verschiedene Felder, u.a. Reproduktionsmedizin („Social Freezing“), Sexarbeit, Regierungsprogramme und die Drogen-, Still- und Trennungsberatung.

Inhaltsverzeichnis



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Rhea Seehaus / Lotte Rose / Marga Günther (Hrsg.):

Mutter, Vater, Kind? Geschlechterpraxen in der Elternschaft.


Reihe: Geschlechterforschung für die Praxis. Band 3

Die Erwartungen an Elternschaft und an das, was Kinder für ihre gute Entwicklung brauchen, steigen stetig. Im Zuge dessen steigern sich nicht nur der Umfang der zu erbringenden Elternarbeit und elterliche Ängste und Sorgen, sondern auch die familialen Spannungsfelder. Mütter und Väter müssen einerseits der elterlichen Fürsorgeverantwortung nachkommen, andererseits aber den Anforderungen der Arbeitswelt gerecht werden. Damit einher gehen Neujustierungen der innerfamilialen Geschlechterordnungen. Die Kindersorge als alleinige Aufgabe der Mütter hat ihre Selbstverständlichkeit verloren. Medienöffentlichkeit, Wissenschaften, Geburtshilfe und Familienpolitik propagieren den „aktiven Vater“. Gleichwohl sind diese Entwicklungen voller Verwerfungen. Familienforschungen weisen diesbezüglich beispielsweise immer wieder nach, dass sich die Arbeitsteilung in Familien in der Regel nach der Geburt des ersten Kindes re-traditionalisiert: Die Mutter übernimmt hauptverantwortlich die Sorge um das Kind, während der Vater sich nur punktuell daran beteiligt oder ganz marginalisiert ist.

Der Sammelband beschäftigt sich – aus theoretischer und praktischer Perspektive – mit den gegenwärtigen normativen und praktischen Entwicklungen der Elternschaftskultur und den Geschlechterarrangements zwischen Müttern und Vätern.

Inhaltsverzeichnis



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Rhea Seehaus:

Die Sorge um das Kind. Eine Studie zu Elternverantwortung und Geschlecht.


Reihe: Geschlechterforschung für die Praxis. Band 2

Die Verantwortung, die Eltern für die positive Entwicklung ihres Kindes zugewiesen wird, nimmt stetig zu. Elternverantwortung erscheint in Alltag, Politik und Medien einerseits wichtig und selbstverständlich – andererseits jedoch beständig gefährdet. Fälle von Kindesvernachlässigung werden zum Anlass, um Elternverantwortung als Anforderungsnorm zu zementieren. In Abgrenzung zu medial-politischen Aufrufen und Schuldzuweisungen fragt die Studie – auf der Grundlage von Interviews – danach, wie Eltern selbst ihre Verantwortung ausgestalten und welche normativen Anrufungen sie dabei erfahren. Es werden theoretische Bezüge aus Erziehungswissenschaft, Kindheits- und Geschlechterforschung, insbesondere Careforschung, genutzt, um die Konstruktion von Elternverantwortung, vorhandene Maßstäbe sowie die Folgen für das Geschlechterverhältnis und die Normierung von Elternschaft zu untersuchen.

Inhaltsverzeichnis



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Lotte Rose / Michael May (Hrsg.):

Mehr Männer in die Soziale Arbeit!? Kontroversen, Konflikte und Konkurrenzen.


Reihe: Geschlechterforschung für die Praxis. Band 1

Die Autor*innen eröffnen einen kritischen Diskurs zur Kampagne der Erhöhung des Männeranteils unter den sozialen Fachkräften. Dabei machen sie eingelagerte Widersprüche, Verdecktes und Konfliktmomente sichtbar und wollen sie öffentlich verhandeln. Der Band versammelt zu diesem Zweck empirische und theoretische Beiträge von Autor*innen aus Wissenschaft, Hochschul- und Berufspraxis.

Inhaltsverzeichnis



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Silvia Kontos:

Öffnung der Sperrbezirke. Zum Wandel von Theorien und Politik der Prostitution.


Reihe: Unterschiede: Diversity. Band 8

Welche Bedeutung hat die Prostitution im Rahmen von Geschlechterverhältnissen, die den normativen Vorgaben monogamer Eheverhältnisse immer weniger verpflichtet sind? Prostitution ist keineswegs das ›älteste Gewerbe der Welt‹, hat aber in modernen Gesellschaften eine so lange Tradition, dass sie zum Kernbestand bürgerlicher Geschlechterverhältnisse gerechnet werden muss. Warum es noch in Gesellschaften mit großer sexueller Freizügigkeit einen Bedarf an prostitutiven Angeboten gibt, ist allerdings erklärungsbedürftig. Gleichzeitig stellt die Prostitution ein hoch umkämpftes politisches Terrain dar. Auf keinem anderen Feld der Geschlechterpolitik hat der Staat in ähnlicher Weise reglementiert und reguliert wie hier.Silvia Kontos rekonstruiert zunächst im historischen Kontext die verschiedenen theoretischen Angebote, die die ›Notwendigkeit‹ und Unausweichlichkeit der Prostitution in bürgerlichen Gesellschaften erklären sollen, wobei die meisten, und auch neuere Theorieangebote wie die ›Neosexualitäten‹, einem geschlechterpolitischen ›Funktionalismus‹ das Wort reden. Der zweite Teil gilt dem politischen Regime der Prostitution, das durchaus keine stabile Regulierung der Prostitution hervorzubringen vermag.

Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.



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Lotte Rose / Marc Schulz:

Gender-Inszenierungen.Jugendliche im pädagogischen Alltag.


Reihe: Unterschiede: Diversity. Band 7

Jugendliche bringen Gender als soziale Unterscheidung in ihren alltäglichen Interaktionen unentwegt »ins Spiel«. Sie inszenieren sich als Mädchen und Jungen, markieren Differenzen, provozieren. Sie zitieren Genderskripte, schreiben sie um, neutralisieren das Genderthema auch. Pädagogische Institutionen werden zu Bühnen, auf denen Genderspiele aufgeführt werden. Im Rahmen eines ethnografisch angelegten Forschungsprojektes wurden diese Vorgänge in Jugendhäusem eingefangen.

Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.



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Margrit Brückner, Christa Oppenheimer:

Lebenssituation Prostitution. Sicherheit, Gesundheit und soziale Hilfen
Welche Auswirkungen hat das neue Prostitutionsgesetz? Sind Prostituierte keine Adressatinnen sozialer Hilfe?


Reihe: Unterschiede: Diversity. Band 6

Die zunehmende soziale Spaltung unserer Gesellschaft und fortschreitende Verarmung in anderen Ländern haben auch in der Prostitution ihre Spuren hinterlassen. Auf der einen Seite weitet sich die Edelprostitution aus, auf der anderen die Grauzone. Diese Ausdifferenzierung der Lebenslagen von Frauen in der Prostitution eröffnet ein Kontinuum zwischen Freiwilligkeit und Zwang und erschwert es, Prostitution als Ganzes zu erfassen. In der repräsentativen Studie wurden Prostituierte zu ihrer Lebenssituation, zu Sicherheit, Krankheit, Gewalt und Hilfe befragt, ergänzt durch Interviews mit Milieumitgliedern und Professionellen.

Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.



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Dagmar Oberlies / Ulrike Schmauch (Hrsg.):

Anstoß nehmen – Anstoß geben. Ein Rückblick auf 30 Jahre feministischer Diskussionen. Gedächtnisschrift für Karin Walser.


Reihe: Unterschiede: Diversity. Band 5

Vielfach Anstoß genommen und gegeben hat die Sozialwissenschaftlerin Karin Walser 30 Jahre lang mit ihren Veröffentlichungen zur Frauen- und Geschlechterforschung.

Durch ihre Forschungen zur Geschichte der sozialen Arbeit im Frauenberuf, zu feministischer Sozialarbeit, zu Themen wie der »Eigenlogik der Weiblichkeit in der Moderne« und der »Problematik professionellen Wissens im Verhältnis zum Laien-Wissen« machte Karin Walser sich sowohl in Deutschland als auch international einen Namen. Der hier angekündigte Band umfasst wegweisende Arbeiten der im Jahre 2004 verstorbenen Forscherin. Sie wurden von Wegbegleiterinnen kommentiert, in ihrer Bedeutung für die heutige Zeit eingeordnet und um Interviews ergänzt.

Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.



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Lotte Rose / Ulrike Schmauch (Hrsg.):

Jungen – die neuen Verlierer? Auf den Spuren eines öffentlichen Stimmungswechsels.


Reihe: Unterschiede: Diversity. Band 4

Spätestens seit PISA hat sich das Stimmungsbild in den Medien gewandelt: Arbeitete die Pädagogik bislang fieberhaft an Förderungsmöglichkeiten für Mädchen, wird nun der Ruf immer lauter, Jungen wieder aus dem ›sozialen Abseits‹ zu holen. Kollektivaussagen zu Jungen und Mädchen werden wieder formuliert, die in der feministischen Diskussion erreichte Pluralität der Blickwinkel vernachlässigt, mühsam und noch nicht vollständig Erkämpftes vorab demontiert. Dieser Band, Leitfaden und Praxishilfe für ausgewogene Pädagogik, legt dar, inwiefern das Wissen um Bevor- und Benachteiligungen von Jungen und Mädchen genutzt werden kann, um den konkreten Blick auf den individuellen jungen Menschen nicht zu verlieren.


Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.



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Monika Simmel-Joachim / Reinhild Schäfer:

Frauenstudien zur sozialen Arbeit. Wie genderbezogenes Wissen in die berufliche Praxis Eingang finden kann.


Reihe: Unterschiede: Diversity. Band 3

Diese Studie stellt den Zusammenhang von beruflicher Praxis, Studium, Frauenbewegung und -forschung in der Sozialarbeit dar. Frauenspezifische Lehr- und Studienangebote, entstanden im Kontext der Frauenbewegung, etablieren sich seit einigen Jahren im Studium Sozialer Arbeit. Wie dieses Ausbildungswissen dann tatsächlich im beruflichen Alltag seine Umsetzung findet, blieb bislang ungeklärt. Ein Forschungsprojekt am Studienschwerpunkt »Soziale Arbeit mit Frauen« der FH Wiesbaden erkundete nun Wege der Umsetzung praxisnaher, Gender-sensibilisierter Ausbildung. Das Ergebnis vermittelt den Transfer von Erkenntnissen aus Frauenforschung und -bewegung in die berufliche Praxis.

Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.



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Marlies W. Fröse / Maria Rumpf (Hrsg.):

Women in Management. Beiträge zu Existenzgründungen von Frauen und Geschlechterkonstruktionen im Management von Organisationen.


Reihe: Unterschiede: Diversity. Band 2


Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.










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Margit Göttert / Karin Walser (Hrsg.):

Gender und soziale Praxis.

Reihe: Unterschiede: Diversity. Band 1

Der Band enthält Aufsätze von 23 Autorinnen aus allen hessischen Fachhochschulen und gibt einen Eindruck vom breiten Spektrum der Frauen- und Genderforschung an Fachhochschulen. Vereint sind unterschiedliche Disziplinen und Interessen. Dennoch lassen sich grob zwei Tendenzen benennen, unter die sich die verschiedenen Artikel subsumieren lassen: Zum einen richtet sich das Interesse darauf, den eigenen Diskurs zu öffnen, zum anderen darauf, das Wissen um die Bedeutung der Kategorie Geschlecht für andere Diskurse zu spezifizieren - zwei Richtung des Denkens und Nachdenkens in der Frauen- und Genderforschung, die auch in Zukunft von Bedeutung sein werden.

Restexemplare sind über das gFFZ unter info@gffz.de erhältlich.